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Sport | Fußball
04/06/2019

Admira gegen Altach: Ein Trauerspiel auf der Kellerbühne

Die Vorarlberger retteten nach einem 0:1-Pausenrückstand durch ein Eigentor noch das 1:1-Unentschieden.

Mit einem 1:1 (0:1) bei der Admira hat der SCR Altach am Samstag einen möglicherweise noch wichtigen Punkt im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga aus der Südstadt entführt. Zwar lagen die Gäste nach einem Eigentor von Benedikt Zech (18.) lange Zeit zurück, Kapitän Philipp Netzer sorgte in einer chancenarmen Partie aber noch für den nicht unverdienten Ausgleich (71.).

Im zweiten Spiel unter Neo-Trainer Alex Pastoor blieb Altach damit weiter ohne Niederlage und stieß vor den punktegleichen Hartbergern (je 13) auf Platz drei der Qualifikationsgruppe vor. Die Admira behält zwar die Rote Laterne, schloss punktemäßig aber zu Innsbruck (je 11) auf.

Die erste Hälfte war auf beiden Seiten geprägt von Schwierigkeiten im Spielaufbau, folglich wurden die 1.850 Zuschauer in der BSFZ-Arena auch nicht mit Chancen am laufenden Band verwöhnt. Die besten Möglichkeiten ergaben sich zumeist aus Standards. Kurz nach Beginn ging ein Freistoß von Altachs Mittelfeldmann Stefan Nutz knapp daneben (3.), zehn Minuten danach jubelten die Vorarlberger nach einem weiteren Freistoß vergeblich: Das Kopfballtor Philipp Netzers wurde wegen Abseits aberkannt.

Fu§ball, FC Flyeralarm Admira - SCR Altach

Viele Fehlpässe, wenige Chancen

Wenig später prüfte Patrick Schmidt bei der ersten Admira-Chance den stark reagierenden Martin Kobras (16.), kurz darauf war Altachs Tormann aber chancenlos: Nach einem Freistoß von Daniel Toth bugsierte Zech den Ball aus wenigen Metern per Kopf ins eigene Tor. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte war es dann Admira-Stürmer Sasa Kalajdzic, der mit einem Schuss knapp vorbei am langen Eck für Aufsehen sorgte.

Auch nach Seitenwechsel blieb es dabei: Viele Fehlpässe, daraus resultierend kaum konsistente Angriffsaktionen und lange Zeit kein einziger Schuss aufs Tor. Und weil die Admira die Vorentscheidung nicht erzwingen konnte, kam Altach nach gut einer Stunde auf und schließlich auch zum Ausgleich: Erneut war es ein Freistoß, erneut war es Netzer, der diesmal per Fuß und nicht im Abseits befindlich zum 1:1 einschoss.

  • Stimmen zum Spiel:

Reiner Geyer (Admira-Coach): "In der ersten Hälfte ging es besser, wir hatten auch eine sehr gute Chance durch Kalajdzic. Nachher sind wir leider zu tief gestanden. Dadurch ist Altach besser ins Spiel gekommen. Aber wir haben nicht viel zugelassen. Deswegen ist das auch ein gerechtes Remis, mit dem ich leben kann."

Alex Pastoor (Altach-Trainer): "In der ersten Hälfte waren wir defensiv o.k., aber offensiv zu schwach. Die Chancen haben wir dem Gegner geschenkt. In der zweiten Hälfte sind wir viel besser zurecht gekommen, auch wenn wir nicht viele Chancen gehabt haben. Den Punkt haben wir uns aber verdient."