Sport | Fußball 12.06.2018

6:0 gegen Israel - das Damen-Nationalteam wahrt die WM-Chance

© Bild: APA/HANS PUNZ

Das Team von Dominik Thalhammer sicherte den zweiten Platz ab. Nina Burger kam zu ihrem Rekord-Einsatz.

Die israelischen Fußballfans hatten nicht viel Vertrauen in ihre Damen-Nationalmannschaft. Mehr als 40.000 Zuschauer fasst das Ramat-Gan-Stadion, gekommen sind fast keine. Und so gab die österreichische Nationalmannschaft den Ton an.

Schon nach fünf Minuten brachte Katharina Schiechtl die Österreicherinnen in Führung. Die 25-jährige, die nach einem Nasenbeinbruch mit einer schwarzen Maske spielte, traf aus gut neun Metern. Kurz danach vergab Sarah Zadrazil ganz allein stehend die Chance auf das 2:0. Besser machte es Carina Wenninger, die nach einer Flanke von Laura Feiersinger von der israelischen Defensive am langen Eck vergessen wurde (19.).

Leichtes Spiel

Auch nach der Pause hatten die Österreicherinnen gegen überforderte Gastgeberinnen leichtes Spiel. Nicole Billa erhöhte auf 3:0 (48.), Puntigam verwandelte ein Elfmeter-Geschenk zum 4:0 (56.), Aschauer traf zum 5:0 (69.), Feiersinger zum 6:0-Endstand (88.).

Zufrieden war Teamchef Dominik Thalhammer: „Wir hätten heute sogar noch das ein oder andere Tor mehr machen können. Wir haben Räume gefunden und sind in der Lage gewesen, diese auch zu bespielen. Israel hat kaum Zugriff bekommen. Es spricht für die Mannschaft, dass sie am Ende der Saison noch einmal so fokussiert aufgetreten ist.“

Auch ohne Torerfolg freuen durfte sich Nina Burger, die in der  56. Minute eingewechselt wurde. Mit ihrem 104. Länderspiel überbot sie die Marke von Herren-Rekordspieler Andreas Herzog (103). "Natürlich bin ich stolz darauf, den ÖFB-Rekord aufgestellt zu haben", sagte Burger. "Wenn man mir vor der Karriere gesagt hätte, dass ich 104 Länderspiele absolviere hätte ich es sofort unterschrieben."

Kleine Hoffnung

Mit dem Sieg wahrte Österreich die Mini-Chance, doch noch zur WM zu reisen. Unter den vier besten Gruppenzweiten wird ein letztes WM-Ticket ausgespielt. Nächster Gegner ist am 4. September Finnland. Spanien ist fix Gruppensieger.

( kurier.at , F.P. ) Erstellt am 12.06.2018