Sport | Fußball-WM
05.06.2018

WM-Serie, Teil 25: Die letzte Chance der goldenen Generation

Im Kader Kroatiens: Mit Innenverteidiger Duje Caleta-Car darf ein zweiter Salzburger in Russland sein Können zeigen.

Neben Hee-chan Hwang ist auch ein zweiter Bundesliga-Spieler bei der WM-Endrunde in Russland (14. Juni bis 15. Juli) dabei. Wie der Südkoreaner kommt auch Duje Caleta-Car von Meister Red Bull Salzburg.

Der Innenverteidiger ist am Montag von Teamchef Zlatko Dalic in den kroatischen 23-Mann-Kader einberufen worden. Der 21-Jährige kam beim 0:2 gegen Brasilien am Sonntag in Liverpool zu einem 38-minütigen Einsatz und zu seinem ersten Spiel für das Nationalteam seiner Heimat. Seit seiner ersten Einberufung 2015 stand Caleta-Car vier Mal im Kader, kam bis Sonntag aber nie zum Einsatz.

Für den Salzburger ist das WM-Ticket der Höhepunkt einer tollen Saison. Gemeinsam mit dem Brasilianer Andre Ramalho bildet der Kroate ein Innenverteidiger-Duo, das maßgeblich daran beteiligt war, dass Österreichs Serienmeister in der Europa League bis ins Semifinale gekommen ist.

Frühstarter

Dass Caleta-Car einmal in Salzburg so eine Karriere hinlegen wird, war 2013 nicht abzusehen. Nach seiner Verpflichtung vom kroatischen Zweitligisten HNK Sibenik, für den er schon mit 15 debütiert hatte, spielte er zunächst beim Kooperationsklub Pasching. Nach einem Jahr kam er zum FC Liefering, debütierte dann schon im August 2014 in der Bundesliga für die Salzburger, für die er es mittlerweile auf 130 Pflichtspiele gebracht hat.

Caleta-Car, Jahrgang 1996, ist der jüngste Spieler im kroatischen Kader. Die Stars sind in die Jahre gekommen. Real-Spielmacher Luka Modric wird im September 33, Juventus-Stürmer Mario Mandzukic ist mittlerweile 32, Barcelona-Mittelfeldspieler Ivan Rakitic ist seit März 30. Für die goldene Generation ist es wohl die letzte Chance, um erstmals seit 1998 (Platz 3) bei einer WM-Endrunde zu reüssieren.

Für die Endrunde 2010 in Südafrika hatten sich die Kroaten erst gar nicht qualifiziert. Bei der WM 2014 in Brasilien kam wie 2002 und 2006 schon in der Vorrunde das Aus, nachdem es gegen den Gastgeber und gegen Mexiko jeweils 1:3-Niederlagen gegeben hatte. Ein 4:0-Erfolg gegen Kamerun dazwischen war zu wenig. Als Gruppendritter mussten die Kroaten die Heimreise antreten.

In Russland bekommt es die Mannschaft von Trainer Dalic, der erst seit Oktober 2017 im Amt ist, in Gruppe D mit Nigeria (16. Juni), Argentinien (21. Juni) und Island (26. Juni) zu tun.