Sport
24.04.2018

Erste Liga: Wacker und Hartberg trennen sich mit einem 0:0

Wiener Neustadt spielt nur 2:2 gegen Lustenau. Ried steht im Aufstiegsrennen als Sieger der Runde da.

Wacker Innsbruck und der TSV Hartberg haben sich im Erste-Liga-Schlager am Dienstag mit einem torlosen Remis getrennt. Die an der Tabellenspitze liegenden Tiroler hielten den ersten Verfolger damit auf sechs Zähler auf Distanz. Dritter ist nun die bereits am Vortag erfolgreiche SV Ried, nachdem sich der SC Wiener Neustadt mit einem 2:2 im Heimspiel gegen Austria Lustenau begnügen musste.

Ried und Wiener Neustadt halten nun gleichfalls bei 51 Zählern, Hartberg als Zweiter bei 55. Der fünftplatzierte FC Liefering verlor den Anschluss an die Top-Ränge nach einem 1:1 gegen den Vorletzten Blau Weiß Linz. Kapfenberg musste sich zu Hause der WSG Wattens nach einem späten Gegentor mit 2:3 geschlagen geben. Ried hatte Schlusslicht FAC am Montag mit 4:2 besiegt.

Wacker durfte sich am Ende zwar über den nächsten Schritt zum Titel freuen, der Sieg wäre für die Elf von Karl Daxbacher aber durchaus möglich gewesen. Daniele Gabriele traf für die spielbestimmenden Tiroler in der 58. Minute nur die Latte. Hartberg war in erster Linie bemüht, kein Gegentor zu kassieren. Die Steirer halten ihre Torsperre nun schon sechs Partien lang. Der siebente Sieg in Folge blieb den Hartbergern aber verwehrt.

Wacker begann am Tivoli überfallsartig. Stefan Rakowitz zwang TSV-Torhüter Florian Faist dennoch erst in der 27. Minute zu einer Parade. Taktisch geprägt ging es bis zur Pause, auch danach vermochten es die Hausherren nicht, eine Entscheidung herbeizuführen. Als Rakowitz nach einem Zweikampf im Strafraum zu Fall kam, reklamierten die Innsbrucker vergeblich Elfmeter.

Salihi in Torlaune

Wiener Neustadt rannte gegen eine verjüngte Lustenauer Elf zweimal einem Rückstand hinterher, die Mannschaft von Trainer Roman Mählich hatte aber einen Hamdi Salihi im Torlaune. Der von seinem Team immer wieder gesuchte Albaner traf gegen die Vorarlberger im Doppelpack (25., 59./Hands-Elfmeter) zu seinen Saisontoren 18 und 19.

Jodel Dossou legte für die Gäste schon in der 2. Minute nach schöner Einzelaktion vor. Danach hatte Wiener Neustadt mehr vom Spiel. Salihi verwertete im zweiten Versuch, nachdem er zuvor ein Luftloch geschlagen hatte. Unterhaltsam blieb die Partie auch nach der Pause. Marcel Canadi (53.) jagte zunächst einen Freistoß zu seinem ersten Ligator unter die Latte, ehe Salihi vom Punkt erfolgreich war. Lustenaus Darijo Grujcic hatte den Ball zuvor an die Hand bekommen.

Liefering ging in Grödig durch einen Gegenstoß in Führung. Dominik Szoboszlai schickte Romano Schmid (25.) auf die Reise, der mit viel Übersicht erfolgreich war. Die Linzer hatten aber zuvor durchaus ihre Möglichkeiten und belohnten sich nach dem Seitenwechsel mit dem Ausgleich durch Manuel Hartl (56.). Die Lieferinger führten insgesamt die technisch feinere Klinge, belohnten sich dafür aber nicht.

Wattens verdankte dem Sieg in Kapfenberg einem späten Treffer von Drazen Kekez in der Nachspielzeit. KSV-Torhüter Paul Gartler machte dabei ebenso keine gute Figur wie beim 0:1. David Schnegg überraschte Gartler mit einem Abschluss aus spitzem Winkel (28.). Schnegg lieferte auch beim 2:0 durch Dino Kovacec (33.) die Vorarbeit. Die Steirer verkürzten kurz darauf durch Daniel Geissler (38.) aus einem Konter im Anschluss an einen Eckball der Tiroler. Kapitän David Sencar schien im Finish (85.) dann immerhin noch den Punktgewinn für die Kapfenberger zu ergattern - ehe Wattens aus einem Freistoß noch einmal zuschlug.