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Tennis
06/01/2018

French Open: Thiem nach Viersatzsieg im Achtelfinale

Nach einem harten Kampf gegen Matteo Berrettini steht Dominic Thiem im Achtelfinale der French Open.

Dominic Thiem hat zum siebenten Mal das Achtelfinale eines Grand-Slam-Turniers erreicht. Der als Nummer 7 gesetzte Nieder├Âsterreicher besiegte am Freitag den Italiener Matteo Berrettini nach 2:36 Stunden mit 6:3,6:7(5),6:3,6:2 und erk├Ąmpfte sich den Achtelfinal-Hit mit dem Japaner Kei Nishikori.

Der als Nummer 19 gesetzte Asiate hatte zuvor eine Wiederholung des Lyon-Finales mit einem Sieg ├╝ber Gilles Simon verhindert. Lyon-Sieger Thiem, der zuletzt zweimal im Halbfinale des gr├Â├čten Sandplatzturniers der Welt gestanden ist, hat nun den siebenten Sieg in Folge bzw. den 32. Saisonsieg in der Tasche.

"Es war extrem schwer"

"Berrettini ist ein komplett anderer Spielertyp (als Tsitsipas, Anm.). Er war mit der R├╝ckhand sehr geschickt. Es war extrem schwer, er hat wirklich gut gespielt", lautete Thiems erste Analyse. "Ich war vielleicht auch ein bisschen ├╝berrascht, habe das Match im zweiten Satz ein bisschen entgleiten lassen, vielleicht auch ein bisschen wegen des Regens", gab der Weltranglisten-Achte zu. "Gestern sind die B├Ąlle richtig gut abgesprungen, heute war es komplett tief. Immer wieder Regen zwischendurch. Es war nicht einfach, sich umzustellen."

Gegen Nishikori wird es am Sonntag wieder ein ganz anderes Match. Gegen den Wien-Starter hat Thiem eine 0:2-Bilanz (zuletzt allerdings 2016) und noch keinen Satz gewonnen. "Ich habe sein Match gegen Simon ein bisschen gesehen. Er ist in allerbester Verfassung. Leider f├╝r mich ist er derzeit richtig fit. Dann ist er richtig, richtig gut."

Au├čenseiter Berrettini (ATP-96.) startete stark in das Match und schaffte gleich mit der ersten M├Âglichkeit im Auftaktgame das Break. Die rasche 3:1-F├╝hrung egalisierte Thiem aber bald, auch dank eines ausgezeichneten Return-Spiels zum 3:3. Nach einem weiteren Break zum 5:3 nutzte der zehnfache Turnersieger den ersten Satzball nach 30 Minuten.

Drittbester ├ľsterreicher

Thiem holte sich im zweiten Durchgang das Service des Italieners zum 2:1 und f├╝hrte schon 4:2, als er nach einem schrecklichen Aufschlaggame seinem Gegen├╝ber mit drei Doppelfehlern en suite den Ausgleich zum 4:4 schenkte. Danach ging es mit dem Aufschlag ins Tiebreak, das Thiem beim ersten Satzball seines Gegners mit einem R├╝ckhand-Cross ins Out 5:7 verlor.

Im dritten Satz wehrte Thiem bei 1:1 und 0:40 drei Breakb├Ąlle in Folge ab, und dies erwies sich in der Folge als sehr wichtig. Denn bei 4:3 bekam der Lichtenw├Ârther selbst seine Chance. Bei 0:15 riss Berrettini die Saite und in der Folge auch der Faden. Thiem schaffte das Break zum 5:3 und mit einem starken Aufschlaggame die 2:1-Satzf├╝hrung. Thiem machte auch im vierten Durchgang von Anfang an Druck auf Aufschl├Ąger Berrettini. Nach vier nicht genutzten Breakb├Ąllen im ersten Game, gelang es ihm im dritten und in der Folge auch zum 5:2, den Italiener zu breaken. Nach 2:36 Stunden nutzte Thiem den ersten Matchball zum neuerlichen Achtelfinale in Roland Garros.

Kurios ist, dass Thiem mit seinem nunmehr 15. Einzelsieg (bei vier Niederlagen) in Roland Garros in der ewigen Bestenwertung von ├ľsterreichern auf dem dritten Platz liegt. Kurios deswegen, weil ein gewisser Hermann von Artens (1904 in Graz geboren) anno dazumal selbst eine 15:6-Bilanz hingelegt hatte. Im Vergleich: Thomas Muster (French-Open-Sieger 1995) bilanzierte mit 32:13-Siegen, J├╝rgen Melzer liegt bei 16:13-Erfolgen.

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