Andy Murray

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Tennis
05/25/2016

French Open: Andy Murray musste zittern

Der Schotte kämpfte gegen den fast unbekannten Franzosen Mathias Bourgue fünf Sätze lang.

Andy Murray musste auch in der zweiten Runde der French Open in Paris schwere Zeiten überstehen. Der als Nummer zwei gesetzte Schotte lag am Mittwoch gegen den wenig bekannten Franzosen Mathias Bourgue (ATP-164.) bereits 1:2 in Sätzen zurück, ehe er nach 3:34 Stunden mit 6:2 ,2:6, 4:6, 6:2, 6:3 weiterkam. Er trifft nun auf einen anderen Marathonmann: Den 2,11-m-Hünen Ivo Karlovic.

Der alte Mann

Der Kroate hatte sich zuvor auf Court 3 mit dem ebenfalls unbekannten Wildcard-Spieler Jordan Thompson aus Australien eine Tennis-Schlacht geliefert. Erst nach 4:31 Stunden setzte sich der haushohe Favorit, wörtlich wie bildlich, gegen den Weltranglisten-94. durch. Der 37-jährige Kroate ist 15 Jahre älter als Thompson und war mit nicht weniger als acht Erstrunden-Niederlagen nach Paris gekommen. Er ist der älteste Spieler seit der damals 38-jährigen US-Legende Jimmy Connors 1991, der die dritte French-Open-Runde erreichte.

Alt ausgesehen hat auch der Weltranglisten-Zweite Andy Murray einige Mal auf dem Court Philippe Chatrier. Wie ein Rohrspatz schimpfend und mit sich hadernd, kämpfte sich der Olympiasieger aber doch in die Runde der letzten 32. Murray erweist sich allerdings als Fünf-Satz-Spezialist: Seine Karrierebilanz über die volle Distanz lautet 22:7-Siege und er hat von den vergangenen 16 Marathons gleich 14 gewonnen. Kurios ist zudem, dass Murray nach dem Fünf-Satz-Thriller gegen Radek Stepanek zum Auftakt nun gegen Karlovic erneut gegen einen 37-Jährigen spielt.

Das Talent

Der 15 Jahre jüngere Bourgue hat jedenfalls eine große Talentprobe abgegeben. „Er hat exzellent gespielt. Er hat viele Punkte diktiert, hat mich bis zum Ende viel laufen lassen, sogar als ich im fünften Satz schon ziemlich vorangelegen bin. Er hat sicher eine fantastische Zukunft“, sagte Murray. Noch nie zuvor hatte Bourgue überhaupt ein Match auf der ATP-Tour bestritten. Seine Ernährung während eines Spiels sollte er vielleicht aber noch überdenken. Bei einem Seitenwechsel fragte der Franzose den Stuhlschiedsrichter, ob ihm jemand ein Mars und ein Coca-Cola bringen könne.

Der Titelverteidiger

Während Murray neuerlich viel Kraft auf dem Platz ließ, hatte der Titelverteidiger nach seinem Fünf-Satz-Drama zum Auftakt diesmal leichteres Spiel: Der als Nummer 3 gesetzte Schweizer Stan Wawrinka setzte sich gegen den Japaner Taro Daniel 7:6 (7), 6:4, 6:4 durch und misst sich nun mit dem Franzosen Jeremy Chardy. „Ich habe in den ersten beiden Matches sicher nicht mein bestes Tennis gespielt, aber ich weiß, dass ich es in mir habe“, sagte der 31-jährige „Stan the man“, der immerhin auch schon sein 45. Major in Folge spielt.

Der Shooting-Star

Alexander Zverev, möglicher Drittrunden-Gegner und zuletzt in Nizza Finalgegner von Dominic Thiem, setzte sich am Mittwoch in der Fortsetzung des am Vortag abgebrochenen Erstrundenspiels durch. Der 19-jährige Deutsche, eines der vielversprechendsten Talente auf der ATP-Tour, rang den Franzosen Pierre-Hugues Herbert nach 3:08 Stunden mit 5:7, 6:2, 7:6 (6), 7:5 nieder. Nach dem Ende auf dem völlig überfüllten Court 17 herrschte ein Riesengedränge um den neuen Shooting-Star aus Deutschland, der viele Autogramm- und Selfie-Wünsche erfüllte.

Die Damen

Bei den Damen gab es vorerst keine Überraschungen am fünften Spieltag, der erstmals teilweise unter strahlendem Sonnenschein in Szene ging. Die als Nummer 6 gesetzte Mitfavoritin Simona Halep (ROM) hatte mit der Kasachin Sarina Dijas beim 7:6 (5), 6:2 im ersten Satz etwas Mühe, dafür gab die Nummer vier, Garbine Muguruza aus Spanien, überhaupt nur zwei Games ab. Die französische Wildcard-Spielerin Myrtille Georges war auf verlorenem Posten.

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