Roger Federer (L) of Switzerland is hounded by autograph-seekers after defeating Adrian Mannarino of France at the U.S. Open tennis championships in New York August 31, 2013. REUTERS/Adam Hunger (UNITED STATES - Tags: SPORT TENNIS)

© Reuters/ADAM HUNGER

US Open
09/01/2013

Federleicht ins Achtelfinale

Rekordmann Roger Federer spielt wieder groß auf – und will nach Wien zurück

von Harald Ottawa

Formkrise. Nur noch Platz sieben in der Weltrangliste. Die Medien, ja sogar Tennisexperten, stimmten die Abgesänge an. In New York gibt Roger Federer aber den Ton an: In der dritten Runde erteilte der Schweizer dem Franzosen Adrian Mannarino ein Lehrspiel und siegte 6:3, 6:0, 6:2. Es war der 260. Sieg im 300. Grand-Slam-Auftritt für Federer, der im Achtelfinale mit dem 31-jährigen Spanier Tommy Robredo auf einen anderen Dauerbrenner der Szene (Grand-Slam-Debüt 2001) trifft.

Abgesang? John McEnroe, ebenfalls eine ehemalige Nummer eins, sagte vor dem ersten Aufschlag bei den diesjährigen US Open: „Ich glaube nicht, dass Federer hier gewinnt, ich kann mir auch nicht vorstellen, dass er überhaupt noch einmal ein Grand-Slam-Turnier gewinnt.“ Und für Österreichs ehemaligen Profi Alexander Antonitsch, der vergangene Woche erstmals für Eurosport kommentierte, zählte Federer auch nicht zum absoluten Favoritenkreis. Warum auch? Der 32-Jährige hat heuer erst ein Turnier gewonnen (in Halle/D auf Rasen) und 2013 erst einmal einen Top-10-Spieler (Jo-Wilfried Tsonga) besiegt.

Gewiss, der Rekordspieler bei Major-Turnieren (17 Titel) hatte immer wieder betont, dass er 2016 bei Olympia sein erstes Einzel-Gold holen will – dann wäre er allerdings 35. Vorerst hält er aber noch mit. „Er ist der Beste, den es bislang gab. Und als solcher kann er immer große Turniere gewinnen“, betont Tennis-Trainer Günter Bresnik stets.

Und eines möchte Federer selbst noch erleben: In einem heute erscheinenden Interview mit wien live erklärt er, dass er noch ein Mal in Österreich spielen wolle.

Start in Wien?

„Ich bin wirklich gerne in Österreich, und ich mag die Menschen auch sehr, sie sind immer wahnsinnig freundlich. Ich hoffe schon, dass ich noch einmal zurückkommen kann, bevor ich aufhöre. Das wäre schön.“ Mit Österreich meint Federer die Erste Bank Open in Wien, die heuer am 16. Oktober starten. Es wäre Federers sechstes Antreten in der Stadthalle. Von 1999 bis 2003 war der Schweizer Dauergast in der Stadthalle, 2002 und 2003 durfte er sogar den Siegerscheck entgegennehmen.

Ist eine Rückkehr für heuer utopisch? Nicht, wenn es nach Wiens Turnierdirektor Herwig Straka geht: „Ausschließen darf man es nicht. Vielleicht braucht er noch Punkte für die Masters-Teilnahme. Und dann wäre unser Termin ideal“, sagt der Steirer. Der Manager betont aber: „Wir versuchen immer, einen aus den Top 4 zu holen.“

Dazu zählt neben Novak Djokovic und Olympiasieger Andy Murray auch der Spanier Rafael Nadal, der in Runde drei in New York den Kroaten Ivan Dodig mit 6:4, 6:3, 6:3 schlug und nun vom Deutschen Philipp Kohlschreiber gefordert wird. Imposant: Der 27-Jährige baute seine Bilanz in diesem Jahr auf 56:3 Siege (Hartplatz: 18:0) aus. Das große Highlight wartet aber noch auf die Nummer zwei: Im Viertelfinale könnte es zum Duell mit Roger Federer kommen.

eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.

Jederzeit und überall top-informiert

Uneingeschränkten Zugang zu allen digitalen Inhalten von KURIER sichern: Plus Inhalte, ePaper, Online-Magazine und mehr. Jetzt KURIER Digital-Abo testen.