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Sport
08/05/2012

Farnik schießt im KK-3 auf Angriff

Die Hoffnungen ruhen auf dem großen Routinier. Thomas Farnik soll Österreichs Schützen am Montag (10.00 Uhr MESZ) zum Abschluss der Gewehrbewerbe bei den Olympischen Spielen in London doch noch eine Finalteilnahme bescheren.

Thomas Farnik soll Österreichs Schützen am Montag (10.00 Uhr MESZ) zum Abschluss der Gewehrbewerbe bei den Olympischen Spielen in London doch noch eine Finalteilnahme bescheren. Der 45-jährige Wiener zählt in seiner Spezialdisziplin, dem Kleinkaliber-Dreistellungsmatch, sogar zum erweiterten Kreis der Medaillenanwärter.

"Ich werde Risiko nehmen", kündigte Farnik an. "Nur die ersten drei bekommen eine Medaille." Vor vier Jahren in Peking hatte der Altmeister im KK-3 Rang fünf belegt - seine bisher beste Olympia-Platzierung. Nicht einmal drei Ringe fehlten damals auf Edelmetall. "Technisch bin ich gut vorbereitet. Und ich habe einen Plan im Kopf", versicherte Farnik, im Brotberuf seit einiger Zeit auch als Mentaltrainer tätig.

Das Dreistellungsmatch gilt als die "Königsdisziplin". Dreimal 40 Schüsse sind aus 50 m liegend, stehend und kniend abzugeben, ehe die besten acht ins Finale einziehen. Dort entscheiden zehn weitere Schüsse im Stehend-Anschlag über die Medaillen. "Stehend und kniend war ich lange Weltklasse", erinnerte Farnik. "Ich habe Potenzial - auch wenn ich das nicht mehr so regelmäßig abrufen kann wie früher."

Mit seinen bisherigen Rängen 27 und 28 in den Royal Artillery Barracks im KK liegend und mit dem Luftgewehr war der Routinier nicht unzufrieden. "Ich nehme ein gutes Gefühl mit in die 3 x 40. Das ist der Bewerb, in dem ich mir wirklich etwas ausrechne", betonte Farnik. Bei Olympia sei es ob der Nationenkontingente sogar leichter, weiter vorne zu landen, als bei manchem Weltcup.

"Wenn man keinen guten Tag hat, wird man aber nicht in den Top Ten sein", erklärte Farnik. "Das nimmt auch Druck." Den macht sich der älteste und an Olympia-Teilnahmen erfahrenste ÖOC-Athlet bei seinen sechsten Spielen ohnehin nur noch in reduzierter Form. Lediglich sein Stand in der Mitte der halboffenen Schießanlage bereitet ihm Sorgen. "Bei starkem Wind sind die am Rand bevorzugt", meinte Farnik.

Der Wiener nimmt es mit einer Ruhe, die seine ganze Person umgibt. Dass er ob der bisher schwachen Olympia-Ausbeute des österreichischen Teams mit einer Medaille zum "Retter der Nation" avancieren könnte, lässt ihn relativ kalt. "Ich habe genug Erfahrung", erinnerte Farnik, der sein Olympia-Debüt 1992 in Barcelona gegeben hat. "Darauf bin ich mental eingestellt."

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