© Copyright 2011, Austria Presse Agentur, Wien, Österreich, alle Rechte vorbehalten

Sport
12/05/2011

EuroVolley-Nachhaltigkeit soll verbessert werden

Mit einem rauschenden Finalfest ist am Sonntag die zweite in Österreich ausgetragene Volleyball-Herren-EM zu Ende gegangen.

Serbien hat etwas überraschend den Titel geholt. Aus österreichischer Sicht endete der Titelkampf sportlich wie beim Heim-Titelkampf 1999 auf dem letzten Platz, die Nachhaltigkeit soll diesmal aber eine bessere sein.

"Am Samstag sind bei unserem Nachwuchs-Training 30 Kinder vor der Halle gestanden, die Volleyball spielen lernen wollten", merkte Peter Kleinmann am Montag in seiner Bilanz-Pressekonferenz nach dem weltweit von 114 Fernseh-Stationen gezeigten Endspiel erfreut an. Auch bei anderen Vereinen gebe es in diesem Bereich schon Auswirkungen. Die Begeisterung des Nachwuchses für seinen Sport war eines der wichtigsten Ziele des ÖVV-Präsidenten für die EuroVolley gewesen.

Viele Kinder und Jugendliche saßen speziell bei den ÖVV-EM-Spielen auch in der Halle, zu den 16 Spielen in der Wiener Stadthalle kamen insgesamt 59.300 Zuschauer (Schnitt: 4.236). Am Vorrunden-Spielort Innsbruck verzeichnete man lediglich 8.100 Besucher (1.350), an den beiden Österreich-Spielorten gesamt also 67.400. Bei Co-Ausrichter Tschechien waren in Karlsbad und Prag zusammen mit 16 um vier Spiele weniger als in Österreich, mit 71.232 Leuten (4.452) aber mehr Zuschauer.

Angesichts der Gesamtzahl von 138.632 Fans war Kleinmann wie auch der Europa-Verband zufrieden. "Wir hatten im Spiel gegen Serbien mit 6.800 so viele Fans wie noch nie bei einer Partie des österreichischen Nationalteams", meinte Kleinmann. "Und die 9.500 Leute im Finale hat es in Österreich im Volleyball auch noch nicht gegeben."

Kleinmann sieht aber auch vertane Chancen. Ein Teamspieler musste sogar im Viertelfinale nach dem ersten Satz die Halle verlassen, weil er zum Vereinstraining musste. "Die Leute in diesem Club haben die EM nicht verstanden", sagte Kleinmann. "Das Ziel war auch nicht ein wirtschaftlicher Gewinn, sondern Volleyball populär zu machen, es in die Zimmer Österreichs zu bringen." Die TV-Übertragungen seien einmalig gewesen.

Für die ÖVV-Teampieler sei der durch die EM gegebene Impuls speziell wichtig. "Die Stars haben uns in unserem Wohnzimmer gezeigt, wie man Volleyball spielt", fügte der seit Samstag 64-Jährige an. "Mit den hotVolleys war ich schon vor zehn Jahren auf diesem Niveau, nur waren da keine österreichischen Spieler zu sehen. Jetzt will ich auch mit dem Nationalteam dorthin."

Die Olympia-Qualifikation Ende November ist die nächste größere Aufgabe. Den ersten Schub erwartet sich Kleinmann aber durch die Qualifikation für die für Herbst 2013 angesetzte und an Polen und Dänemark vergebene nächste EM. Im Mai 2012 beginnt die Qualifikation, die Auslosung erfolgt Ende Oktober. Auf das Niveau der Top-Teams fehlt in jedem Fall aber noch sehr viel.

eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.

Jederzeit und überall top-informiert

Uneingeschränkten Zugang zu allen digitalen Inhalten von KURIER sichern: Plus Inhalte, ePaper, Online-Magazine und mehr. Jetzt KURIER Digital-Abo testen.