Ermittlungsstopp in Salzburger Olympia-Affäre
Das teilten die ehemaligen Geschäftsführer der Salzburger Bewerbungsgesellschaft für Olympia 2014, Fedor Radmann, Rudi Höller und Gernot Leitner, am Donnerstagabend per Aussendung mit.
Die Staatsanwaltschaft Salzburg war für eine Bestätigung nicht erreichbar. Sprecherin Barbara Feichtinger wird am Freitag über den Verfahrensstand berichten.
"Wir haben immer darauf hingewiesen, dass wir korrekt und zum Wohl der Olympiabewerbung Salzburgs gehandelt haben", sagten die drei betroffenen Geschäftsführer in einer gemeinsamen Erklärung.
Im Fokus der Ermittlungen standen dubiose Geldflüsse rund um die gescheiterte Bewerbung Salzburgs um Olympia 2014. Ermittelt wurde bisher gegen den ehemaligen Generalsekretär des Österreichischen Olympischen Komitees (ÖOC), Heinz Jungwirth, seine ehemalige Mitarbeiterin sowie gegen die Bewerbungs-Chefs Fedor Radmann, Gernot Leitner und Rudolf Höller und weiters gegen Ex-ÖOC-Präsident Leo Wallner, zwei ÖOC-Kassiere und den Salzburger Strategie-Berater Erwin Roth.
Gegen die Genannten wurde der Verdacht der Untreue erhoben. Ob die Ermittlungen gegen weitere Personen eingestellt oder fortgeführt werden, wird Feichtinger am Freitag bekanntgeben.
Ein Teil des Verfahrens war schon im Vorjahr an das Wiener Straflandesgericht ausgelagert worden, angeklagt wurden Jungwirth und seine ehemalige Mitarbeiterin Manuela K. wegen Untreue in der Causa "dubiose Geldflüsse beim ÖOC". Der Prozess hat im Mai dieses Jahres begonnen und wird Ende Juli fortgesetzt.
Der Vorhabensbericht der Staatsanwaltschaft, der monatelang im Justizministerium gelegen war, war erst kürzlich nach Salzburg zurückgeschickt worden mit dem Auftrag, in Teilbereichen noch weiter zu ermitteln.
Kommentare