Sport 05.12.2011

Eine oberösterreichische Spezialität

In Oberösterreich spielen etwa 80 der rund 130 heimischen Fausball-Vereine.

Gordianus, Kaiser von Rom, erwähnte in seinen Aufzeichnungen bereits im Jahre 240 n. Chr. ein Spiel, das dem Faustball ähnelt. 1786 schrieb Goethe in der "Italienischen Reise": Vier edle Veroneser schlugen den Ball gegen vier Vicenter; sie trieben das sonst unter sich, das ganze Jahre, etwa zwei Stunden vor Nacht.

Moderner Faustball wurde ab Ende des 19. Jahrhunderts in Deutschland von Turnern als Ausgleichssport betrieben. Faustball ähnelt dem Volleyball, allerdings darf der Ball nur mit einer Hand geschlagen werden, und er darf vor jeder Berührung einmal auf dem Boden aufspringen. Die Leine ist in zwei Metern Höhe gespannt, das Feld ist 50 x 20 Meter groß. Ein Spiel gewinnt, wer drei (oder vier) Sätze (bis elf Punkte) gewonnen hat.

In Oberösterreich spielen etwa 80 der rund 130 heimischen Vereine. "Der Grund dafür dürfte sein, dass in den 60er-Jahren auf der Pädagogischen Hochschule Linz Faustball unterrichtet wurde", sagt Teamtrainer Kronsteiner. "Mit der Konzentration auf Oberösterreich bin ich aber nicht ganz glücklich. Denn die besten Spieler aus ganz Österreich zieht es zu den oberösterreichischen Vereinen. Ich befürchte, dass sich daran nicht so bald etwas ändern wird."

( Kurier ) Erstellt am 05.12.2011