Ein schlagkräfti­ges Ensemble für Wien

Die wichtigsten Spieler der Erste-Bank-Tennis-Open in der Wiener Stadthalle.

Das Wiener Stadthallenturnier, das sich heuer Erste Bank Open nennt, hat ab 24. Oktober viel Interessantes zu bieten. Sofern keine Absage-Mails auf dem Schreibtisch von Turnierdirektor Herwig Straka landen, ist das Traditionsturnier heuer so gut besetzt wie schon lange nicht. Da wären: ... Jo-Wilfried Tsonga Der Franzose gilt als der Sprücheklopfer auf der Tour. "Ich möchte so spielen können, wie Muhammad Ali boxt", sagte der gegenwärtig 26-Jährige einmal. Eines hat er mit dem Vorbild gemein: Er sieht aus wie er. Freilich spielt er auch ausgezeichnet Tennis. Derzeit ist Tsonga die Nummer acht der Welt, heuer marschierte er in Wimbledon nach einem Sieg über den großen Roger Federer bis ins Halbfinale. Juan Martin del Potro Der Argentinier, der 2009 die US Open gewann und nach einer Hand-Verletzung wieder auf dem Vormarsch ist, will dieses Mal wirklich in der Stadthalle sein Können zeigen. Einmal sagte die Nummer 14 der Weltrangliste aufgrund einer Verletzung kurzfristig ab, ein anderes Mal verletzte er sich nach seinem Erstrundenspiel bei einer Abendveranstaltung. Jürgen Melzer Natürlich ist der 30-Jährige auch heuer wieder Österreichs größte Hoffnung. 2009 feierte er in Wien seinen ersten Turniersieg auf heimischen Boden, dem er ein Jahr später die Titelverteidigung folgen ließ. Der US-Open-Sieger im Doppel kommt langsam auch im Einzel in Fahrt: In Schanghai ließ er Ivan Ljubicic, der auch in Wien aufschlagen wird, beim 6:4, 6:2 keine Chance und stellte im direkten Vergleich auf 5:0. Nächster Gegner in China ist der Kolumbianer Santiago Giraldo. Derzeit parkt Melzer auf Platz 20 im Ranking. Andreas Haider-Maurer Die Geschichte vom Vorjahrsauftritt war erstaunlich: Der Waldviertler scheiterte in der Qualifikation, rutschte dann als Lucky Loser in den Hauptbewerb, besiegte ohne zu glänzen Thomas Muster und marschierte daraufhin bis ins Finale. Thomas Muster Der 44-jährige Steirer bekommt von seinem Manager und Turnierdirektor Herwig Straka eine nette Abschiedsparty in der Stadthalle. Erfolgsaussichten: eine volle Halle. Alexander Peya Den Doppelspezialisten (m.) kann man in Wien fragen, wie es sich anfühlt, Rafael Nadal geschlagen zu haben. Der 31-Jährige besiegte den Weltstar zumindest im Doppel. Peya wärmt sich mit dem Deutschen Christopher Kas für Wien auf, Nadal verlor an der Seite von Landsmann Marc Lopez.

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(KURIER) Erstellt am
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