Peya (re.) wird in Melbourne nicht spielen können.

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Sport
01/13/2019

Doppel-Spezialist Peya verpasst die Australian Open

Der Wiener muss sich einer Ellbogen-Operation unterziehen und fehlt auch im Daviscup.

von Harald Ottawa

Während sich Dominic Thiem, Oliver Marach und Philipp Oswald den letzten Feinschliff auf den Courts von Melbourne holten, saß Alexander Peya am Sonntag im Flieger. Es ist eingetreten, was man längstens befürchtet musste: Eine Operation des lädierten Ellbogens ist unumgänglich geworden.

„Es ging nicht mehr“, sagt Peya, der nun am Mittwoch unters Messer muss.

Zu Jahresbeginn regierte noch die Hoffnung beim 38-jährigen Wiener. „Mein Ellbogen ist weit weg von schmerzfrei“, erklärte der Wimbledon-Mixed-Sieger damals, „ich schaue von Tag zu Tag.“ Die Tage, an denen er seinem Brotberuf nachgehen kann, sind nun für lange Zeit gezählt. Zwar spielte Peya mit seinem kroatischen Partner Nikola Mektic noch in Doha und Sydney, doch nun war ein Weitermachen sinnlos geworden.

Seit August kämpft Peya mit Ellbogen-Problemen, verpasste die US Open und den Daviscup gegen Australien, nur beim ATP-Finale kam er für zwei Spiele zurück. Jetzt droht eine lange Pause, logischerweise fehlt er am 1. und 2. Februar beim Daviscup gegen Chile.

Wenig Optimismus

„Danke, geht so“, antwortet Oliver Marach, der in den vergangenen Jahren immer wieder mit diversen Blessuren haderte. Grenzenloser Optimismus klingt anders. Zumindest die Form ist nicht die, mit der er im Vorjahr in die Australian Open gegangen war und dann seinen ersten Grand-Slam-Titel holte. Erstrundengegner des 38-jährigen Grazers und des Kroaten Mate Pavic (das Duo ist topgesetzt) sind die Italiener Simone Bolelli und Andreas Seppi.

Der 32-jährige Vorarlberger Philipp Oswald, der gegen Chile wohl ein Comeback im Daviscup feiert, trifft mit dem Deutschen Tim Pütz, mit dem er zuletzt in Indien früh scheiterte, auf Pablo Cuevas/Fernando Verdasco (URU/ESP).

Einzelhoffnung

Dominic Thiem spielt am Mittwoch die zweite Partie nach 9 Uhr (MEZ/ServusTV) gegen den Franzosen Benoît Paire um den Einzug in die zweite Runde und seinen ersten Matchsieg 2019. „Paire ist sicher ein unangenehmes Erstrunden-Los, aber da wären viel härtere erste Runden möglich gewesen“, sagt Thiem. Recht hat er: Topmänner wie Stan Wawrinka, Nick Kyrgios oder Tomas Berdych sind ungesetzt.

Nach den Australian Open geht es weiter zum Daviscup. In Salzburg wird neben dem Weltranglisten-Achten im Einzel auch Dennis Novak gesetzt sein, der im Vorjahr sensationelle Siege in Russland und gegen Australien feierte. Weitere Optionen sind Sebastian Ofner und Gerald Melzer. Aufgezeigt hat in den vergangenen Wochen keiner der Österreicher, die eher viel getan haben, um sich gegen Chile aus der Favoritenrolle zu spielen.