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Sport
12/05/2011

Doping rückt aus dem Fokus

Die Österreicher assoziieren derzeit Spitzensport nicht mehr so stark mit Doping wie noch 2007.

Vor vier Jahren sahen 22 Prozent "Doping, Dopingaffären, Sperren" als negativsten Aspekt des Spitzensports, heuer waren es nur mehr 13. Das ergab eine Umfrage des Linzer Marktforschungsinstituts Spectra, für die 1.036 Personen persönlich interviewt wurden.

Befürworteten 2007 noch 67 Prozent strengere Regeln, stimmten heute nur 58 Prozent der Aussage "Es muss noch strenger kontrolliert werden. Jeder gedopte und überführte Spitzensportler soll für eine bestimmte Zeit gesperrt werden. Dopt der Sportler dann weiter, soll eine lebenslange Sperre folgen." zu. Dafür, Doping offiziell und unter ärztlicher Aufsicht zu erlauben, sprachen sich 17 Prozent aus, zehn Prozent meinten, dass alles so laufen solle wie bisher, 15 Prozent machten keine Angabe.

Skandale

Nach spontanen Assoziationen zu Spitzensport gefragt, rangierte Doping auf Platz eins der negativen Aspekte, jedoch mit weniger Prozentpunkten als noch vor vier Jahren. Auch die einzelnen Dopingaffären sind im Bewusstsein der Österreicher nicht mehr so stark verankert.

Denn gaben im September 2007 noch 78 Prozent an, von Dopingfällen im Spitzensport gehört zu haben, waren es im August 2011 nur 56 Prozent.

Vor vier Jahren waren es die Vorkommnisse um die heimischen Nordischen Sportler bei den Weltmeisterschaften in Turin 2006 oder der Skandal um die Sperre des Tour-de-France-Führenden Michael Rasmussen, seither gab es die Humanplasma-Affäre, das Netzwerk um Stefan Matschiner mit dem Fall Kohl, den verweigerten Dopingtest von Schwimmer Dinko Jukic, die Verfahren gegen Trainer Walter Mayer.

Sündenpfuhl Radsport

Gegliedert nach Sportarten ist der Radsport für die Befragten Sündenpfuhl Nummer Eins. Die Radfahrer würden relativ häufig dopen, gaben 74 Prozent (2007: 83) der Befragten an.

Eine Imageverschlechterung mussten Bodybuilding, Kraftsport und Triathlon/Ironman-Bewerbe hinnehmen. Je sechs bzw. sieben (Triathlon) Prozent mehr als noch vor vier Jahren trauten den Profis dieser Sparten häufiges Doping zu.

Besser als 2007 stieg heuer der Bereich Ski nordisch aus. 26 Prozent glauben, dass Langläufer und Nordische Kombinierer häufig verbotene Substanzen zur Leistungssteigerung konsumieren, 2007 waren es noch 36 Prozent.

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