Sport
13.12.2017

Doping-Experte fordert Sperre für Chris Froome

Bei einer Probe im Rahmen der Vuelta fiel der britische Rad-Superstar mit einem deutlich zu hohen Wert auf.

Der deutsche Anti-Doping-Experte Fritz Sörgel fordert eine Sperre für den viermaligen Tour-de-France-Sieger Chris Froome. "Er hatte einen doppelt so hohen Wert wie gestattet - natürlich müsste er gesperrt werden", sagte der Nürnberger Pharmakologe am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur.

Froome war in einer Kontrolle bei der Vuelta am 7. September mit 2.000 Nanogramm Salbutamol im Urin aufgefallen. Die Einnahme des Mittels gegen Asthma - auf dieses Leiden berufen sich der Brite und sein Sky-Team - ist nur bis zu einem Grenzwert von 1.000 Nanogramm gestattet.

Sörgel vermutet, dass Froome zur Verteidigung die bereits von dem Seriensieger vorgebrachte Strategie der Wechselwirkung mit anderen Medikamenten verfolgen wird. "Ich rechne mit einer Entlastungs-Theorie über den Stoffwechsel", sagte Sörgel und bestätigte die "milde anabole" Nebenwirkung bei einer Salbutamol-Gabe. Nach seinem ersten Toursieg 2013 hatte Froome bekanntgemacht, an der tropischen Bilharziose, einer Wurmerkrankung, zu leiden. Damals erklärte der Radprofi, deshalb unter ständiger Medikation zu stehen.