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Sport
08/05/2012

Doping-Aufdecker Vojta freut sich über Teilerfolg

Österreichs 1.500-m-Läufer Andreas Vojta hat maßgeblich dazu beigetragen, dass der Marokkaner Amine Laalou den Dopingjägern ins Netz gegangen ist.

Der Niederösterreicher schilderte Samstag in der ARD verdächtige Beobachtungen bei einem Meeting im Februar in Stockholm.

Der Österreichische Verband (ÖLV) habe daraufhin die nationale Anti-Doping-Agentur (NADA) kontaktiert, die den Vorfall der Welt-Organisation (WADA) und dem internationalen Leichtathletikverband ( IAAF) meldete. Mitfavorit Laalou wurde noch vor seinem Start bei den Sommerspielen aus dem Verkehr gezogen.

"Wenn die IAAF sagt, dass ich ein kleines Stück dazu beigetragen und Anstoß gegeben habe, dass man nun zu dem Ergebnis gekommen ist, freut mich das natürlich. Es ist ein Teilerfolg. Es zeigt, dass die Athleten aufmerksam sein sollen. Jetzt haben wir einen Betrüger weniger im Sport", sagte Vojta am Sonntag zur Austria Presse Agentur. Dies sei aber nur ein kleiner Schritt gewesen, man müsse unbedingt dranbleiben.

Die IAAF bestätigte die Mithilfe Vojtas: "Ich kann bestätigen, dass die Informationen, die wir von Andreas erhalten haben, obwohl sie nicht ganz in sich schlüssig waren, dazu geführt haben, dass die IAAF Laalou gezielt ins Visier genommen hat, um ihn schlussendlich zu erwischen. Wir ermutigen Athleten, ihren Verdacht mit unserer Anti-Doping-Abteilung zu teilen", sagte Sprecher Nick Davies der APA auf Anfrage mit.

Vojta teilte sich bei besagtem Meeting im Februar in Stockholm ein Hotelzimmer mit Laalou. "Ich habe zwei Fläschchen gefunden, verschiedene Substanzen, Glasfläschchen, die zum Aufbrechen gedacht sind. (...). Dann habe ich noch zwei dazugehörige Spritzen gefunden, und dann war noch ein Schläuchen mit einer Spritze dabei und mit der Aufschrift "Insulin 100", wo dann auch das Butterfly dabei war, so dass man dann das Ganze auch in die Blutbahn einführen kann", sagte Vojta in der ARD.

Vor dem Wettkampf habe er dann auch den entsprechenden Schlauch gefunden, in dem sich Blutreste befanden. "Die ganzen Sachen und Gerätschaften hat er offen liegen lassen auf einem Tisch. Ich habe da jetzt nicht irgendetwas durchwühlen müssen. Natürlich, da denkt man sich schon, was ist da los und warum gibt es solche Leute noch immer im Sport", meinte der 23-Jährige. "Erschreckend war für mich", merkte Vojta im APA-Gespräch an, "wie unverfroren Laalou damit umgegangen ist." Als er selbst die Fläschchen und verpackten Spritzen sah, dachte er, er sei in einem falschen Film.

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