Sport
02.08.2018

Donauinsel geräumt: Gewitter sorgt für Beachvolleyball-Chaos

Wegen eines heftigen Gewitters musste das Publikum die Donauinsel verlassen - womöglich finden noch "Geisterspiele" statt.

Ein heftiges Gewitter mit Starkregen und Sturmböen hat das Programm des Beach-Volleyball-Majors auf der Wiener Donauinsel durcheinandergewirbelt. Ein Wolkenbruch sorgte am Donnerstagnachmittag zunächst für die Unterbrechung des Spielbetriebes und eine halbe Stunde später für die komplette Räumung des Veranstaltungsgeländes.

Kurz darauf wurde auch das restliche Spielprogramm des Tages offiziell abgesagt. Möglicherweise werde es nach dem Vorbeiziehen weiterer Gewitterzellen aber noch Matches ohne Publikum geben, kündigte Veranstalter Hannes Jagerhofer später an. Die Evakuierung des Stadions und die anschließende Räumung des gesamten Areals seien unumgänglich gewesen. "Wir haben klare Regulativen, wenn der Wind Spitzen über 60 km/h hat und wenn es Blitze in 10 km Entfernung gibt, dann wird geräumt. Das war heute der Fall", betonte Jagerhofer.

Die Sicherheit sei das Wichtigste, man wolle jegliches Risiko ausschließen. "Man weiß nie, ob sich etwas löst, so ein Risiko gehen wir nie ein. Es sind Bäume hier, es ist viel zu gefährlich", so der Eventchef weiter. Trotzdem könnte unter Ausschluss des Publikums noch weitergespielt werden. "Heute gibt es vielleicht noch ein paar Ghost-Spiele vor leerem Stadion, wenn sich alles wieder beruhigt in ein, zwei Stunden. Das wird sich aber erst herausstellen. Das kann man jetzt aber nicht sagen", sagte Jagerhofer. Zunächst gelte es aber weitere Gewitterfronten abzuwarten.

Areal überschwemmt

Das Unwetter machte am Veranstaltungsgelände umfangreiche Aufräumarbeiten nötig. Das Areal auf der Donauinsel stand teilweise unter Wasser, auch der Wind hatte leichte Schäden verursacht. Über mögliche Personenschäden war vorerst nichts bekannt.

Beim Losbrechen des Gewitters war im Stadion gerade die Partie der Österreicher Jörg Wutzl/ Simon Frühbauer gegen die Tschechen Ondrej Perusic/David Schweiner im Gange. Das Spiel wurde bei starkem Regen zunächst fortgesetzt, erst als die Windböen immer heftiger wurden, kam bei 16:21,23:23 aus Sicht des ÖVV-Duos der Abbruch. Gleichzeitig wurde auch das Stadion geräumt.

Die Zuschauer warteten zunächst außerhalb des Center Courts, ehe sich die Veranstalter um 16.15 Uhr zur Absage aller weiteren Matches und der Räumung des gesamten Veranstaltungsareals gezwungen sahen. Am Center Court wären noch vier Partien, allesamt mit österreichischer Beteiligung, angesetzt gewesen. Diese sollen nun spätestens am Freitag nachgetragen werden.