Ted Ligety: Der 28-jährige Amerikaner ist der Schneekönig von Schladming. Drei WM-Starts, drei Mal Weltmeister (Super-G, Super-Kombination, Riesentorlauf).

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Schladming 2013
02/17/2013

Die Tops der WM in Schaldming

Die Highlights der WM im Überblick.

von Stefan Sigwarth, Christina Pertl

Ted Ligety: Der 28-jährige Amerikaner ist der Schneekönig von Schladming. Drei WM-Starts, drei Mal Weltmeister (Super-G, Super-Kombination, Riesentorlauf).

Super-Ted gelang, was seit 1968 und Jean-Claude Killy (Bildmitte) niemand mehr geschafft hat: drei Goldmedaillen bei einer WM.

Grandiose Nation: Die Franzosen haben bewiesen, dass nicht Geld allein Erfolge macht. Trotz eines Jahresbudgets von rund vier Millionen Euro (der ÖSV soll das Fünf- bis Sechsfache haben) ist die Grande Nation (Bild: Tessa Worley) hinter den USA und Österreich Dritter im Medaillenspiegel.

Tessa Worley (Riesentorlauf-Gold), Marion Rolland (Bild: Abfahrtsgold), Gauthier de Tessières (Super-G-Silber) und David Poisson (Abfahrts-Bronze).

Ski-Stars: Nicht nur auf Ligety war Verlass. Auch die anderen Stars wie Aksel Lund Svindal (Bild/Abfahrtsgold, Super-G-Bronze), Tina Maze (Super-G-Gold, Kombi-Silber, Riesentorlauf-Silber) oder ...

... Marcel Hirscher (Slalom-Gold, Team-Gold, Riesentorlauf-Silber) hielten auf der Planai, was sie über die gesamte Saison versprochen hatten.

Begeisterung: Gute Stimmung, faires Publikum, tolle Kulisse – die lobenden Worte für die Stimmung fielen im Minutentakt. Ein Mangel an Begeisterungsfähigkeit kann dem Ski-Publikum wirklich nicht vorgeworfen werden.

Auch der Exote Michael Williams aus Jamaika kann davon ein Lied singen. Der 43-Jährige beendete die Riesentorlauf-Qualifikation zwar auf dem letzten Platz, wurde an der Kasse eines Schladminger Supermarktes aber trotzdem wie ein Weltmeister belagert.

Techniker: Was den ÖSV-Speed-Teams nicht gelungen ist, haben die Techniker geschafft - Medaillen zu gewinnen.

Verkehrskonzept: Wer nicht im Planai’schen Epizentrum wohnte, war auf den Shuttle-Service angewiesen, der bis auf einige Anlaufschwierigkeiten funktionierte. Auch auf den Straßen in der Stadt blieben Staus und Verkehrskollaps aus.

Sauberkeit: Wer durch die WM-Stadt schlenderte, konnte dem Fehlglauben erliegen, hier würde Langeweile statt Ski-Party herrschen. Dank der nimmermüden Mülleinsammler glänzte Schladming auch nach zwei Wochen mit Sauberkeit.

24-Stunden-Apotheke: Der Grippewelle sei Dank, ist so mancher mit den netten Bereitschaftsapothekerinnen in Schladming bereits auf Du und Du.