Sport 05.12.2011

Die NFL steht in den Startlöchern

© Bild: ap

Am Donnerstag empfängt der Titelverteidiger aus Green Bay die New Orleans Saints. KURIER.at hat alle Facts zur neuen Saison.

Wenn sich die Blätter langsam verfärben, die Tage kürzer werden und die Baseball-Saison sich dem Ende zuneigt, dann wird es Zeit für American Football. Während die College Teams bereits am vergangenen Wochenende in die neue Spielzeit gestartet sind, eröffnen die Profis am Donnerstag die Jagd nach der Vince Lombardi-Trophy. Gleich zu Beginn steht den Fans ein absolutes Topspiel ins Haus.

Der amtierende Champion, die Green Bay Packers, treffen im heimischen Lambeau Field auf die Champions von 2010, die New Orleans Saints - ein Offensivspektakel dürfte garantiert sein.

Um dem Titelverteidiger das Wasser reichen zu können, haben einige Teams die Offseason - vor und nach dem langen Lockout, währenddessen die NFL praktisch völlig darniederlag - genutzt, um ihren Kader gehörig aufzupolieren.

American Football Conference - AFC

Now or never. Dieses Motto gilt in der kommenden Saison wohl für kein Team mehr, als für die New York Jets. Quarterback Mark Sanchez bekam in seinem dritten NFL-Jahr mit Routinier Derrick Mason und dem ehemaligen "Knast-Bruder" und Ex-Giant Plaxico Burress zwei erfahrene Receiver an die Seite gestellt, die zusammen mit Santonio Holmes, Runningback Shonn Greene und Tight End Dustin Keller für die nötige Offensiv-Power sorgen sollen. Gemeinsam mit einer seit Jahren exzellenten Defensive soll Coach Rex Ryan endlich der große Wurf gelingen.

Entspannter dagegen die Situation beim Divisionsrivalen aus New England. Das wohl beste Team der letzten Dekade dürfte den in den vergangenen Jahren vorgenommenen Umbau des Teams nahezu abgeschlossen haben. Hinzu kommt, dass Tom Brady mit dem wiedergenesenen Wes Welker seinen Lieblingsreceiver nach Verletzungspause zurückbekommt.

Wer aus den anderen Divisionen den beiden AFC East-Rivalen das Wasser wird reichen können, bleibt abzuwarten. Pittsburgh und Baltimore, in den vergangenen Jahren bereits oft besser als die Teams aus Boston und New York, könnten - wohl auch ob ihres relativ "leichten" Spielplans - die Nase im Kampf um den besten Play-off-Startplatz vorne haben.

Ob die Chargers aus San Diego, denen in den letzten Spielzeiten oft im entscheidenden Moment Nerven oder Fortuna nicht zur Seite stand oder die Indianapolis Colts - der alternde Superstar Peyton wird wohl, nachdem er 227 Spiele in Folge als Starter auf dem Feld gestanden war, wegen einer noch nicht ganz überstandenen Nacken-OP fehlen - ernsthaft um den Nummer 1-Spot mitspielen können darf bezweifelt werden.

National Football Conference - NFC

Die Favoriten? Der Super Bowl-Champion aus Green Bay, "no, na, net"! Daneben? In der NFC wird's wohl spannend. Neben den Packers, die wieder auf Stammkräfte wie Ryan Grant oder Jermichael Finley zurückgreifen können und damit wohl noch stärker als im Vorjahr zurückkommen, könnten weitere Teams berechtigte Ambitionen auf einen Platz in der Super Bowl haben.

Die wohl höchsten Ansprüche an sich selbst stellt man in der "Stadt der brüderlichen Liebe". Die Philadelphia Eagles waren in der Sommerpause auf großer Shoppingtour und konnten sich auf wichtigen Positionen gezielt verstärken und den Kader in der Tiefe ausbauen. Daneben soll Quarterback Michael Vick durch einen frisch unterzeichneten Millionenvertrag zusätzlich beflügelt werden.

Aus der wohl stärksten NFL-Division, der NFC South, können sich vermutlich gleich drei Teams Hoffnung auf einen Play-off-Spot machen. Zum einen die favorisieren New Orleans Saints, zum anderen die Atlanta Falcons um Matt Ryan, sowie die Freibeuter aus Tampa Bay.

Hinzu kommen Bears, Cowboys und Giants - mit etwas Glück auch die Detroit Lions - die um einen Wild-Card-Platz rittern werden. Das Rennen in der ausgeglichen-schwach besetzten NFC West ist dagegen völlig offen, sicher ist nur dass der Divisionssieger ein Fixplatz in der Postseason hat.

Auf eine spannende Saison.

Erstellt am 05.12.2011