Sport
15.09.2018

Deutsche Werth holte auch in der Einzel-Dressur WM-Gold

Für die Deutsche war es die vierte Goldmedaille im Grand Prix Special, die erste seit 2006. Österreich war nicht vertreten.

Die unumstrittene Dressurkönigin, die Deutsche Isabell Werth, hat bei den Weltmeisterschaften in Tryon (USA) nach Gold mit dem Team auch Gold im Einzel geholt. Im Sattel ihrer 14-jährigen Stute Bella Rose erhielt die 49-Jährige 86,246 Prozentpunkte. Die Differenz schaffte die Deutsche vor allem mit den Piaffen und den Passagen sowie den entsprechenden Übergängen.

Zweite wurde zur Freude des Publikums die Einheimische Laura Graves mit Verdades. Bei ihr gab es Abzug im Schritt und in der Galopptour, die US-Amerikanerin erhielt für ihren Auftritt insgesamt 81,717 Zähler. Bronze ging überraschend an die britische Titelverteidigerin und Doppel-Olympiasiegerin Charlotte Dujardin, die ihre erst neunjährige Stute Freestyle ritt. Für Werth war es das vierte Gold im Grand Prix Special nach 1994, 1998 und 2006. Österreich war im Dressurbewerb nicht vertreten.

Verschiebung wegen "Florence"

In der Vielseitigkeit führt nach der ersten Teilprüfung Dressur wie erwartet Favorit Deutschland mit 73,4 Punkten vor Großbritannien und den USA. In der Einzelwertung liegt die Deutsche Julia Krajewski mit Chipmunk (19,9) klar in Führung. Auch in der Vielseitigkeit sind keine Österreicher am Start. Am (heutigen) Samstag wird die Vielseitigkeit laut Plan mit dem Geländeritt fortgesetzt.

Allerdings hat der Wirbelsturm "Florence" das Programm der Weltreiterspiele bereits beeinflusst. Da es ab Samstagabend in North Carolina heftigen Regen geben soll, wird das abschließende Springen in der Vielseitigkeit von Sonntag auf Montag verschoben. Abhängig von den weiteren Wettervorhersagen könnte auch die Kür in der Dressur von Sonntag auf Montag verschoben werden.

Das Zentrum von "Florence" war am Freitag in der Früh an der Küste von North Carolina auf Land gestoßen. Der WM-Ort Tryon liegt etwa 350 Kilometer landeinwärts. Experten rechnen damit, dass sich die Wasserlast des Sturms bis zu vier Tage lang über das Land ergießen wird. Die Tücke an "Florence" ist nicht die Windstärke, sondern die große Menge an Niederschlägen.