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Leichtathletik
10/02/2019

Der WM-Traum von Ivona Dadic endet bei der achten Hürde

Die Siebenkämpferin war ein Medaillentipp, doch eine Verletzung stoppte die 25-Jährige. Verena Preiner darf hoffen.

von Florian Plavec

In der Form ihres Lebens und mit großen Hoffnungen war Ivona Dadic zur Leichtathletik-WM nach Doha gefahren. Eine Verbesserung ihrer persönlichen Bestleistung war eigentlich nur Formsache - und damit wäre auch eine Medaille in Reichweite gewesen.

Schock

Es kam allerdings völlig anders. Schon im ersten der sieben Bewerbe war die Weltmeisterschaft für Dadic zu Ende. Mit schmerzverzerrtem Gesicht griff sie sich auf der 100-Meter-Hürden-Strecke vor der achten Hürde an die Rückseite des linken Oberschenkels. Auf der Laufbahn blieb sie liegen.

Unter Tränen verließ die Oberösterreicherin das Innere des Stadions. Danach wurde sie in einem Behandlungsraum von Teamarzt. Richard Högler untersucht, dem Bruder von ÖLV-Sportdirektor Gregor Högler.

"Sie ist natürlich sehr enttäuscht, aber gefasst", berichtete Högler, während draußen gerade der zweite Bewerb der Siebenkämpferinnen, das Hochspringen, begann. Der Arzt vermutet einen Muskelfasereinriss im hinteren linken Oberschenkel. "Ivona kann sich nichts vorwerfen, sie war hervorragend vorbereitet und gut aufgewärmt. Das ist eine Verletzung, die im Sport einfach passieren kann."

Weitere Untersuchungen

Als erste Maßnahme wurde Dadic mit Eis versorgt. Am Donnerstag in der Früh wird sie noch in Doha im Spital genauer untersucht. "Wir werden ein Röntgen und ein Ultraschall vom Oberschenkel machen", sagt Högler. Danach werde entschieden, ob man noch ein MRT braucht, um eine mögliche schlimmere Verletzung auszuschließen. Vom Ergebnis dieser Untersuchung hänge auch die anschließende Therapie ab.

Klar ist, dass Dadic einige Wochen nicht trainieren wird können.

Preiner auf Kurs

Für Verena Preiner sind die Medaillenchancen nach dem ersten Wettkampftag noch intakt. Die 24-Jährige freute sich über „einen guten Start“. Sie begann mit  einer persönlichen Bestzeit von 13,25 Sekunden im  Hürdensprint. Im Hochsprung überquerte sie 1,77 Meter (Bestwert: 1,80 Meter), die Kugel flog 14,21 Meter (14,34) und im Sprint über 200 Meter egalisierte sie ihre Bestleistung in 23,96.

Vor dem heutigen zweiten Wettkampftag liegt Preiner mit 3821 Punkten auf Rang sechs, nur 24 Punkte fehlen auf Bronze. Klar in Führung ist Katarina Johnson-Thompson (GBR).

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