Der härteste Mannschaftss­port der Welt

Ein kurzer Einblick in die raue, aber nie brutale Welt des Rugby.

In Neuseeland findet von Anfang September bis Ende Oktober die Rugby-Weltmeisterschaft 2011 statt. Wie jede Sportart hat auch Rugby einen Superstar - den wegen seiner lange Mähne und seinem Vollbart liebevoll "Caveman" (Höhlenmensch) genannten Franzosen Sebastien Chabal. Das in unseren Breitengraden mit Rugby assoziierte Spiel heißt eigentlich Rugby Union, die am meisten verbreiteten Unterart des Sports. Gespielt wird mit 15 Feldspielern pro Team, ... ... davon acht Stürmer und sieben in der Hintermannschaft. Das Spielfeld ... ... darf nicht länger als 100 und nicht breiter als 70 Meter sein. Ziel des Spiels ist es, mehr Punkte als der Gegner zu erzielen. Punkten kann man ... ... auf drei unterschiedliche Arten. Ähnlich einem Touchdown beim American Football versucht man, den Spielball vorbei an den Gegnern in die durch Bodenmarkierungen festgelegte Endzone zu befördern. Ein solcher Try bringt fünf Punkte. Nach einem erfolgreichen Try ... ... können durch die sogenannte Conversion, einer Art Freistoß, zwei weitere Punkte geholt werden. Zwei weitere Möglichkeiten, mit dem Fuß zu Punkten, ergeben sich bei einem Strafstoß nach einer schweren Regelverletzung oder durch den Dropkick, bei dem der Ball aus einem Spielzug heraus durch das aus zwei Pfosten und einer Querlatte bestehende Tor zu schießen ist. Beide Varianten werden mit drei Punkten belohnt. Das Spiel, das sich parallel zum Fußball im England des 19. Jahrhunderts entwickelte ... ... erfreut sich im Mutterland und dem ehemaligen Empire noch heute bis in die höchsten Kreise enormer Beliebtheit. In Neuseeland gibt es sogar ein eigenes Rugby-Turnier für Nudisten. Auch wenn dieses Bild anderes vermuten lässt, geht es beim Rugby eher selten schmutzig zu. Natürlich kommt es ... ... ab und zu zu kleineren Reibereien, was angesichts der Härte des Sports aber kaum verwunderlich erscheint. Auch kleinere ... ... Verletzungen stehen auf der Tagesordnung, ... ... die aber nach notdürftiger Behandlung einfach weggesteckt werden. Generell wird Rugby ohne großartige Schutzkleidung gespielt. Der vom Boxen bekannte Zahnschutz versteht sich von selbst und manche Athleten tragen einen gepolsterten Helm, um die Ohren in Sicherheit zu wissen. Die "All Blacks" aus Neuseeland schüchtern vor jeder Partie ihre Rivalen mit dem "Haka" ein. Das ist ein Ritualtanz der Maori, ... ... den Ureinwohnern Neuseelands. In dieser Form dient er vor allem dazu, vor einem bevorstehenden Kampf Mut zu machen und Angst bei den Gegnern hervorzurufen. Den Zuschauern scheints zu gefallen, und der Erfolg Neuseelands gibt dieser Tradition durchaus Recht. Ab dem 6. September gehen sich die harten Jungs in Neuseeland an den Kragen. Obwohl nur 48 Spiele auf dem Programm stehen, dauert die WM sechs Wochen. Der Grund dafür ... ... ist der, dass die Spieler nach den jeweils zwei Mal 40 Minuten dauernden Partien genügend Regenerationszeit bekommen, ... ... denn Rugby ist ein Spiel, das einen schonungslosen Einsatz des eigenen Körpers verlangt.

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(KURIER.at / Florian Bauer) Erstellt am
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