Lleyton Hewitt

© APA/EPA/SHANE EECEN

Daviscup
07/19/2015

Oldie Hewitt rettet Australien

Der 34-Jährige verhilft Australien zum Einzug ins Daviscup-Semifinale.

von Harald Ottawa

Lange ist es her. Sehr lange, als sich Lleyton Hewitt so überschwänglich feiern lassen konnte.

Der 34-Jährige avancierte in Darwin zum Matchwinner, gewann das entscheidende Einzel gegen den Kasachen Alexander Nedowjessow 7:6, 6:2 und 6:3 und verhalf so den Australiern zum 3:2-Erfolg und damit zum Einzug ins Semifinale der Weltgruppe. Tags zuvor hatte er mit Sam Groth bereits das Doppel gewonnen, Groth stellte auf 2:2 mit einem Sieg über Michal Kukuschkin.

Begonnen hatte es sehr trist für die Australier. Die aufgstellten Einzel-Jungstars Thanasi Kokkinakis (19 Jahre) und Nick Kyrgios (20) verloren am Eröffnungstag ihre Singles gegen Kukschkin bzw. Nedowjessow – die Kasachen führten sensationell mit 2:0.

Australiens Teamkapitän Wally Masur hatte auf die am ersten Tag enttäuschenden Jungstars in weiterer Folge verzichtet und dann auf die Routine gesetzt (Groth ist 27) – die Rechnung ging voll und ganz auf. Vor allem Hewitt begeisterte wie in alten Zeiten. "Du spielst für deine Burschen am Rande des Platzes, und du spielst auch für deine Nation“, sagte Hewitt nach dem Triumph.

Alt, aber gut

„Die alten Kerle haben uns diesmal gezeigt, wie“s gemacht wird“, anerkannte Kokkinakis. Die eigentliche Nummer eins des Landes, Bernard Tomic, sagte ab. Der 22-Jährige hatte kurz darauf seine eigene Party in Maimi und lernte wegen Ruhestörung für einige Stunden das Gefängnis von Miami kennen.

Solche Entgleisungen kannte man von Hewitt nicht, ein Jungstar war er dennoch. Lange ist es her. Bis heute ist er die jüngste Nummer eins der Welt. 2001 übernahm er die Spitze im ATP-Ranking, im selben Jahr gewann er die US Open. Zudem ist er der drittjüngste Tennisprofi, der ein Turnier gewinnen konnte – 1998 mit 16 Jahren in Adelaide.

Damals sorgte er für einen weiteren Rekord: Schlechter als er war noch kein Spieler klassiert, der einen Titel holte (550. im Ranking).

Und heute? Liegt er nur auf Platz 279, ist damit nur die 14 seines Landes. Nebensächlich – er ist ohnehin nur noch auf Abschiedstour. In Wimbledon sagte er bereits „Good bye“, sein endgültiges Abschiedsmatch wird Hewitt im Jänner bei den Australian Open feiern.

Vielleicht tut er dies als regierender Daviscup-Sieger (Semifinalgegener ist der Sieger aus Großbritannien gegen Frankreich). Es wäre sein dritter Titel mit Australien nach 1999 und 2003. Lange ist es her.

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