Sport 09.04.2012

Daviscup: Österreich unterliegt Spanien

© Bild: apa

Jürgen Melzer und Alexander Peya verlieren die beiden abschließenden Einzel.

Aus der Traum vom Halbfinale. Österreichs Tennis-Daviscup-Team muss sich im Viertelfinale Spanien geschlagen geben. Jürgen Melzer unterlag dabei der spanischen Nummer 1, David Ferrer, mit 5:7, 3:6, 3:6 klar in drei Sätzen.

 Im letzten und bedeutungslosen Einzel unterlag der für den verletzten Haider-Maurer aufgebotene Doppel-Spezialist Alexander Peya gegen Nicolas Almagro trotz einer 5:2,30:0-Führung im zweiten Satz mit 5:7,5:7. Spanien gewann damit die Viertelfinal-Begegnung mit 4:1

Melzer hatte dabei den ersten Satz durchwegs ausgeglichen gestalten können, musste aber im entscheidenden Moment das Break abgeben. "Ein solcher Platz ist eines Viertelfinales im Davis Cup nicht würdig", kritisierte Melzer nach dem Spiel die Platzverhältnisse in Oropesa del Mar, nördlich von Valencia.

Ebenjene Platzverhältnisse hatten Melzer dann durch die folgenden beiden Sätze begleitet und ihn ein ums andere Mal außer Tritt gebracht und die Bälle für beide teilweise unberechenbar gemacht. "Am Ende des Tages sieht man jedoch warum Ferrer die Nummer 5 der Weltrangliste ist. Jürgen hat trotzdem besser gespielt als am Freitag", reüssierte Davis-Cup-Kapitän Clemens Trimmel den ersten Teil des Arbeitstages.

Peya zufrieden

Dass der im Einzel nur auf Platz 708 liegende Peya mit seinem konsequentem Serve-Volley auf dem "Acker" durchaus gut aussah und gegen die Nummer zwölf der Welt mehr Games machte als Melzer am Freitag in drei Sätzen, wollte Trimmel nicht überbewerten. "Dass so etwas auch über fünf Sätze funktioniert, wage ich zu bezweifeln. Aber es ist müßig, darüber zu diskutieren."

   Peya war dennoch stolz. "Die Spanier waren schon am Feiern. Aber es war Viertelfinale und auf Sand kann man auch gegen die Nummer zwölf der Welt in einem `dead rubber` verlieren. Ich hab`s genossen, auch wenn wir schon verloren hatten", meinte der Wiener nach seinem ersten Einzelmatch im  Jahr 2012 (2011: &).

   Kapitän Trimmel war am Ende zufrieden, auch wenn im Single eine vernichtende 0:11-Satzbilanz zu Buche stand. "Wir hätten uns auch engere Partien gewünscht. Die letzten zwei Sätze von Peya zähle ich nicht mehr. Also war es ein 0:9, so was gab es hier in einer anderen Sportart schon ein Mal", sagte der Wiener mit einem schmunzelnden Seitenblick auf das 0:9-Debakel der Fußball-Nationalmannschaft 1999 im nahen Valencia.

Spanien - Österreich 4:1

Am Freitag:
Nicolas Almagro - Jürgen Melzer 6:2,6:2,6:4
David Ferrer - Andreas Haider-Maurer 6:1,6:3,6:1

 Am Samstag:
Marcel Granollers/Marc Lopez - Oliver Marach/Alexander Peya 6:3,4:6,4:6,6:7(12)

 Am Sonntag:
David Ferrer - Jürgen Melzer 7:5,6:3,6:3
Nicolas Almagro - Alexander Peya 7:5,7:5

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Erstellt am 09.04.2012