Sport
06.04.2018

Daviscup: Novak gelingt die Sensation zum Auftakt

Der 24-Jährige besiegt Russlands Jungstar Rublew, Sebastian Ofner verliert hingegen. Damit steht es 1:1.

Nummer 195 der Welt, als größten Erfolg ein Wien-Achtelfinale und die Qualifikation für den Australian-Open-Hauptbewerb auf der Visitenkarte. Nicht gerade eine Statistik, die auf einen Sieg gegen den russischen Jungstar Andrej Rublew hoffen ließ. Doch Dennis Novak gilt seit langem als eines der größten Talente in Österreich. Fast schon zulange.

Am Freitag zeigte der 24-Jährige in der Luschniki-Halle von Moskau, dass sein Trainer Günter Bresnik mit seiner Analyse stets Recht behielt („Er hat alle Anlagen für einen Topspieler“). Der Niederösterreicher feierte wohl seinen überraschendsten Sieg bislang, schlug den Ranglisten-35. Rublew 7:6 und 6:4 und stellte im Zweitrundenspiel der Europa-Afrika-Zone auf 1:0 für Österreich.

Der Freund und langjährige Trainingspartner des noch verletzten Dominic Thiem hielt nicht nur in jeder Phase des Spieles mit, sondern diktierte zur Verblüffung der russischen und zehn österreichischen Fans phasenweise das Geschehen. Er zeigte vor allem, dass Hallenbelag seine Lieblingsspielwiese ist. 

Nicht so gut lief es für Debütant Sebastian Ofner, der Daniil Medwedew 1:6, 2:6 unterlag. "Ich habe leider einen schlechten Tag erwischt", sagt der Steirer. Damit steht es nach dem ersten Tag 1:1. "Vor diesem Tag hätte ich gesagt, ein 1:1 nehme ich mit. Schade wegen Ofner, Novak hat aber die beste Partie gespielt, die ich von ihm gesehen habe", resümiert Kapitän Stefan Koubek.

Am Samstag greift zunächst Rekordteamspieler Jürgen Melzer mit Philipp Oswald im Doppel ein (13 Uhr, ORF Sport+), danach folgen noch zwei Singles. Koubek: "Wir haben eine Sensation geschafft, vielleicht gelingen noch zwei weitere."

Der Sieger spielt von 15. bis 17. September um den Aufstieg in die Weltgruppe. Dann wieder im herkömmlichen Daviscup-Modus auf drei Tage und jeweils drei Gewinnsätze.