Alexander Peya (l.) und Philipp Oswald waren chancenlos.

© APA/ROLAND SCHLAGER

Daviscup
09/13/2014

Lettland verkürzt im Doppel gegen Österreich auf 1:2

Ernests Gulbis und Mikelis Libietis schlagen Alex Peya und Philipp Oswald deutlich.

von Harald Ottawa

Noch ist nichts entschieden, noch darf Österreichs kleine Delegation in Lettland nicht über den Sieg jubeln. Die Letten verkürzten im Doppel auf 1:2. Ernests Gulbis, der drei Wochen keinen Schläger in der Hand gehabt und Mikelis Libietis schlugen Alexander Peya und Philipp Oswald mit 7:5, 7:6 und 6:4. Noch ist nicht sicher, wer bei den Letten am Sonntag die letzten Einzel spielt, zumindest ein Punkt ist aber Jürgen Melzer und Martin Fischer, die am Freitag ihre Einzel souverän gewannen, zuzutrauen. Alles andere wäre wohl die größte Peinlichkeit der österreichischen Tennisgeschichte. Egal, ob Ernests Gulbis spielt oder nicht. Gewinnt die Mannschaft um Kapitän Clemens Trimmel, dann erspart sie sich Ende Oktober ein Abstiegsspiel (Gegner ist Schweden oder Rumänien).

Weichenstellung

Gute Vorzeichen also für ein weiteres Jahr in der Europa-Afrika-Zone 1. Nächstes Jahr könnte auch Dominic Thiem wieder dabei sein, und erstmals auch im Top-Duo mit Jürgen Melzer für Österreich aufschlagen. Der 21-jährige Niederösterreicher sagte für Lettland ab, weil er eine Pause brauchte. Mittlerweile gab er auch bekannt, dass er Kuala Lumpur (ab 22. September) auslässt.

"Mir ging es nie ums Geld, aber Dominic braucht eine gute Vorbereitung für den Herbst. Schließlich will er auch in Wien für das österreichische Publikum gut spielen. Er hat heuer in seiner ersten vollen Saison wirklich viel gespielt", sagt sein Betreuer Günter Bresnik. Der Toptrainer wird künftig mit seinem Team (unter anderem mit Dominic Thiems Vater Wolfgang) neben der Südstadt auch im Wiener Tennisklub La Ville Trainingseinheiten abhalten und Wiener Talenten Beine machen. Die erste Sichtung geht nächsten Sonntag von 10 bis 12 Uhr über die Bühne.

Frankreich eliminiert Tschechien und steht im Finale

Frankreichs Tennis-Asse haben am Samstag Davis-Cup-Titelverteidiger Tschechien vorzeitig eliminiert. Jo-Wilfried Tsonga und Richard Gasquet, die am Vortag mit glatten Dreisatz-Siegen für klare Verhältnisse gesorgt hatten, holten gegen Radek Stepanek und Tomas Berdych mit 6:7(4),6:4,7:6(5),6:1 den dritten Punkt. Damit steht Frankreich erstmals seit 2010 im Finale und kämpft um seinen zehnten Titel.

Auf der ehrwürdigen Anlage von Roland Garros in Paris war den Gästen zwar zunächst der erste Satzgewinn dieses Länderkampfs gelungen, doch Tsonga/Gasquet drehten das Match und verhinderten den dritten Finaleinzug der Tschechen en suite. Durch die Niederlage bleibt es dabei: In der Davis-Cup-Geschichte ist es seit Einführung der Weltgruppe 1981 bisher noch keiner Nation gelungen, dreimal in Folge den Titel zu holen.

Frankreich trifft nun vom 21. bis 23. November entweder zu Hause auf die Schweiz oder auswärts auf Italien. Wie wichtig der Heimvorteil im Davis Cup ist, zeigt auch die Tatsache, dass die "Grande Nation" alle drei Matches in dieser Saison vor eigenem Publikum gewonnen hat.

Und auch das Endspiel wird wohl in Frankreich über die Bühne gehen, denn am Aufstieg von Roger Federer, Stan Wawrinka und Co. zweifelt kaum jemand. Auch wenn die Eidgenossen in Genf am Samstag ohne Federer, aber vor 18.400 Fans das Doppel verloren haben. Wawrinka musste sich an der Seite von Marco Chiudinelli dem italienischen Duo Simone Bolelli/Fabio Fognini in fünf Sätzen mit 5:7,6:3,7:5,3:6,2:6 geschlagen geben. Die Schweizer könnten den erst zweiten Finaleinzug nach 1992 (Niederlage in den USA) schaffen.

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