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Sport
12/05/2011

Daviscup: In Runde eins gegen Russland

Österreichs Tennis-Team bekommt es im kommenden Jahr zuhause mit den Russen zu tun und hat Chancen aufs Viertelfinale.

Ein ausgezeichnetes Los hat Österreichs Davis-Cup-Team am Mittwoch bei der Auslosung der Weltgruppe 2012 in Bangkok erhalten: Jürgen Melzer und Co. treffen vom 10. bis 12. Februar vor eigenem Publikum auf Russland und haben durchaus eine Chance auf den ersten Viertelfinal-Einzug seit 1995.

In Anbetracht möglicher weiter Auslandstrips nach Argentinien oder in die USA herrschte natürlich auch über das Heimspiel große Freude im ÖTV-Team. "Natürlich hätte es uns viel schlimmer treffen können. Ich habe immer gesagt: Wenn wir ein Heimspiel haben, wäre das optimal", freute sich Melzer. "Mit Russland haben wir einen Gegner gefunden, mit dem wir definitiv auf Augenhöhe sind und gegen den wir eine Chance haben, ihn zu Hause auch zu schlagen", ist Österreichs Nummer 1 durchaus optimistisch für diese Begegnung.

Das Heimspiel sei ein Riesenvorteil. "Da waren andere (mögliche, Anm.) Lose wie in Argentinien oder in Amerika, wo du weit fliegen musst und noch dazu krasser Außenseiter bist", war Melzer über das "sehr gute Los" erleichtert.

"Eine 50:50-Chance"

Sein Manager Ronnie Leitgeb, der mit Nikolaj Dawydenko ja auch einen Russen managt, sieht "eine 50:50-Chance". Neutral werde er allerdings nicht sein, sollte bei den Russen sein zweiter Schützling aufgeboten werden. "Meine Neutralität endet beim österreichischen Pass, ich bin schon Österreicher", meinte er lachend.

ÖTV-Generalsekretär und interimistischer Sportdirektor, Peter Teuschl, war ebenfalls höchsterfreut über den Gegner Russland. "Was will man mehr? Ich bin absolut zufrieden, vor allem über das Heimspiel. Mit Russland haben wir vielleicht sogar einen von den nicht ganz unüberwindbaren Gegnern. Eigentlich ist es für mich ein sehr erfreuliches Los", sagte Teuschl. Natürlich geht ab sofort die Schauplatz-Suche los. "Wenn ich mir etwas wünsche, dann eher den Osten von Österreich", erklärte er.

Russlands vier Top-60-Spieler

Der mit dem 4:1-Auswärtssieg in Belgien zurückgetretene Davis-Cup-Kapitän Gilbert Schaller, dessen Nachfolger in wenigen Wochen bekanntgegeben werden soll, hätte dieses Los wohl auch in seiner aktiven Zeit auf der Bank gerne genommen. "Man darf schon von einem Wunschlos sprechen, weil zu Hause gegen Russland sind alle Gegner in Reichweite von unserer Nummer 1. Da kann Jürgen durchaus zwei Punkte holen", glaubt Schaller.

In der aktuellen Weltrangliste haben die Russen mit dem zuletzt zurück gefallenen Michail Juschnij (ATP-Nr. 32), Dawydenko (36), Dmitrij Tursunow (41) sowie Igor Kunizyn (58) vier Top-60-Spieler. "Das ist ein Gegner, wo Jürgen gleichwertig in beide Einzel-Partien reingeht", sagte Schaller, der sein ehemaliges Team im Doppel in einer leichten Favoritenrolle sieht. "Wir haben die besseren Teams, die Russen haben keine richtigen Doppel-Experten. Ich glaube schon, dass da drei Punkte durchaus drinnen sind."

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