Andreas Haider-Maurer holte den Punkt für Österreich.

© APA/ROLAND SCHLAGER

Daviscup
07/18/2015

Haider-Maurer gleicht für Österreich aus

Der Niederösterreicher besiegt den Niederländer Robin Haase in vier Sätzen.

Zwei Punkte haben am Ende gefehlt. Zwei läppische Punkte und Andreas Haider-Maurer hätte sich in Kitzbühel guten Gewissens in den wohlverdienten Feierabend verabschieden können. So aber musste der Niederösterreicher mit einem unguten Gefühl ins Bett. Weil der 28-Jährige im Daviscup-Duell gegen den Niederländer Robin Haase bei einer souveränen Zweisatzführung (6:4, 6:3) und einem 5:4-Vorsprung bei eigenem Service zittrige Hände bekam, ging der dritte Satz mit 5:7 verloren und er musste am Samstag Überstunden machen und seine Partie mit Verspätung (12 Uhr) zu Ende spielen.

Doch der Österreicher ließ sich davon nicht aus dem Konzept bringen, siegte nach einer insgesamt überlegenen Vorstellung 6:4,6:3,5:7,7:5. Das Zweitrunden-Treffen der Europa-Afrika-Zone I wird damit erst am Sonntag entschieden. Ab 14.30 Uhr steht am Samstag noch das Doppel Oliver Marach/Jürgen Melzer gegen Jean-Julien Rojer/Jesse Huta Galong auf dem Programm.

Die Erleichterung über den Vier-Satz-Sieg war auch Haider-Maurer ins Gesicht geschrieben. "Heute war es sehr schwer. Leider habe ich es gestern nicht zumachen können. Man geht mit gemischten Gefühlen schlafen. Einerseits habe ich eigentlich sehr gut gespielt, andererseits habe ich die Chancen nicht wahrgenommen, die Partie im dritten Satz zu entscheiden", schilderte Haider-Maurer die Ausgangslage.

Kalte Duschen

Der Freitag war überhaupt ein Tag der vielen vergebenen Chancen in Kitzbühel. Denn schon im Auftaktmatch hatte Dominic Thiem einen 2:1-Satzvorsprung und den erwarteten Sieg aus der Hand gegeben.

Knapp vier Stunden lang hatte er auf dem Center Court von Kitzbühel verbracht, in der prallen Sonne und bei unerträglichen 41 Grad, um dann in der Hitzeschlacht eine kalte Dusche zu erleben. "Das tut weh, das ist richtig bitter für mich", sagte der Österreicher nach der Fünf-Satz-Niederlage gegen Thiemo de Bakker. "Das einzig Gute daran ist, dass es im Daviscup weiter geht und dass noch nichts verloren ist."

Stehaufmännchen

Bei seiner Heimpremiere im Daviscup bekam es der Lokalmatador mit einem lästigen Gegner zu tun. Thiemo de Bakker erwies sich als unermüdliches niederländisches Stehaufmännchen, der Thiem schlussendlich den Nerv zog. "Ich war leider zu inkonstant, um das Match heimzuspielen", sparte die österreichische Nummer eins nicht mit Selbstkritik, nachdem er eine 2:1-Satzführung noch verspielt hatte. Captain Stefan Koubek ging mit seinem Schützling härter ins Gericht. "Der Dominic hat leider nur 50 Prozent von dem gebracht, was er im Training gezeigt hat."

Tatsächlich hätten sich Thiem genug Möglichkeiten geboten, die Partie zu gewinnen. Insgesamt 30 Breakbälle fand der 21-Jährige gegen die Nummer 134 der Weltrangliste vor, das reicht normal für ein ganzes Turnier, aber in den entscheidenden Momenten fehlten dem 21-Jährigen die Genauigkeit, die Geduld oder manchmal schlicht auch der Mut.

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