Titelverteidiger Magnus Carlsen aus Norwegen

© EPA/KOEN SUYK

Sport
03/16/2020

Corona Schachmatt setzen: WM-Kandidatenturnier findet statt

Die acht Teilnehmer kämpfen ab Dienstag in Russland darum, Weltmeister Magnus Carlsen herausfordern zu dürfen.

Die Schachelite lässt sich nicht vom Coronavirus stoppen. Das Kandidatenturnier des Weltschachbundes (FIDE) wird planmäßig ab Dienstag in einem Hotel in Jekaterinburg beginnen. Der Sieger erkämpft sich das Recht, Norwegens Weltmeister Magnus Carlsen Ende des Jahres im WM-Duell herauszufordern.

Der Weltverband FIDE versicherte, dass alle erforderlichen Maßnahmen ergriffen wurden, um einen geregelten Ablauf des Turniers zu garantieren. Der Spielsaal im Hotel „Hyatt Regency“ ist von den wenigen Zuschauern abgetrennt. Die acht Teilnehmer spielen in 14 Runden je zweimal gegeneinander - Start ist jeweils um 12.00 Uhr MEZ. Ein Tiebreak ist möglich.

Über die Online-Live-Übertragungen will der Veranstalter ein Millionenpublikum erreichen, Kommentare in Englisch, Russisch und Chinesisch werden angeboten - und auf anderen Plattformen in weiteren Sprachen.

Top-Favorit ist der Italo-Amerikaner Fabiano Caruana. Der WM-Finalist von 2018 gewann zu Beginn des Jahres beim Superturnier in Wijk aan Zee mit zwei Punkten Vorsprung auf Weltmeister Carlsen - das war eine Kampfansage. Das WM-Duell vor zwei Jahren verlor der Amerikaner erst im Schnellschach-Tiebreak mit 0:3. „Ich war ausgebrannt für viele, viele Monate. Da war ich wirklich nicht motiviert, überhaupt Schach zu spielen“, sagte er dem niederländischen Schachmagazin „New In Chess“.

Ich war ausgebrannt für viele, viele Monate. Da war ich wirklich nicht motiviert, überhaupt Schach zu spielen.“

Fabiano Caruana | nach der WM-Niederlage 2018

Der Chinese Ding Liren ist die Nummer drei der Weltrangliste und nominell nach Caruana der Spieler, dem die Experten die größten Siegchancen einräumen. Der 27-Jährige bereitete sich nach Ausbruch der Pandemie im Elternhaus in Wenzhou - zehn Autostunden vom Krisenzentrum Wuhan entfernt - auf das Turnier vor. Im Gegensatz zu seinen sieben Konkurrenten reiste der Großmeister schon am 2. März nach Russland. Dort war er bis zum Turnierbeginn in einem Sanatorium in Moskau untergebracht.

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