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Sport
08/04/2012

Buntes: Obermosers Stylistin hätte "Gold" verdient

Die österreichische Schützin Stephanie Obermoser hatte sich die Finger am Abzug für ihren abschließenden Olympia-Bewerb besonders lackiert.

Neben Rot-Weiß-Rot auf den anderen Fingern fand sich auf den Daumen auch der komplizierte "Union Jack" Großbritanniens. "Die Frau im Olympischen Dorf, die mir das gemacht hat, hat sich eigentlich die Goldmedaille verdient", betonte die Tirolerin am Samstag.

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Dank Pünktlichkeit und Trainingsfleiß hat es Timi Garstang zu olympischen Ehren gebracht. Dass diese zwei positiven Eigenschaften aber noch nicht reichen, um sich ernsthaft mit internationaler Konkurrenz zu messen, musste der 100-m-Sprinter von den Marshallinseln nun erfahren. Mit 12,81 Sekunden wurde er in der Vor-Qualifikation Letzter - mehr als eine Sekunde hinter dem Vorletzten. "Es ist ein großartiges Gefühl, hier zu sein", hielt sich die Enttäuschung des 25-Jährigen in Grenzen. Auf die Frage, warum er vom Inselstaat im Pazifik ausgewählt worden war, antwortete er: "Weil ich immer pünktlich bin und nie ein Training versäume."

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Der Ordner war zwei Köpfe kleiner als Wladimir Klitschko, aber er stellte sich dem Box-Weltmeister mutig in den Weg. Ohne Akkreditierung durfte der Hüne aus der Ukraine nicht auf die Athleten-Tribüne des olympischen Springreiter-Stadions im Greenwich Park. "Sorry" - auch für berühmte Sportler gibt es keine Ausnahme. Der Boxer nahm es gelassen und marschierte mit einer ganz gewöhnlichen Eintrittskarte auf die Zuschauertribüne, um den ukrainischen Springreitern zuzuschauen. "Es macht Spaß hier", sagte der Boxer: "Es ist hier wie im Fußballstadion."

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Sie stehen vor Bahnhöfen und treiben sich am Rand des Olympiaparks herum. Ihre Westen und Hüte sind voll mit bunten Anstecknadeln. Was sind denn das für Typen? Olympische Pin-Jäger und Sammler. Eine Spezies von Fans, die bei Neulingen Erstaunen auslöst. Kein Wunder, kommen die Sammler doch nur deshalb nach London, um kleine bunte Metallstecker auszutauschen. Dan Bakker aus den USA nennt bereits 20.000 Pins sein Eigen. Während in den Stadien um Medaillen gekämpft wird, läuft draußen das Rennen um die seltensten und schönsten Anstecknadeln.

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US-Präsident Barack Obama hat die Reise seiner Ehefrau Michelle zu den Olympischen Spielen in London ein wenig eifersüchtig verfolgt. "Ich muss zugeben, dass ich ein bisschen neidisch war, dass sie fahren durfte", sagte Obama. Die US-First-Lady war unter anderem bei der Eröffnungszeremonie dabei. Trotz Wahlkampf-Stress versuche er, so viel Olympia zu schauen wie möglich, erklärte Obama. So habe er unter anderem den Olympiasieg der US-Turnerinnen im Teamwettbewerb gesehen. "Wenn es ein enges Rennen gab oder einen perfekten Sprung, hat es mich vom Sofa gerissen."

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Die US-Mannschaft hat zur Halbzeit der Spiele Organisation und Stimmung in London gelobt. "Diese Spiele sind großartig, es ist wunderschön hier", sagte Teresa Edwards, Chef de Mission des US-Teams und fünffache Medaillengewinnerin im Basketball. "Für mich sind diese Spiele sehr aufregend. Es ist sehr bereichernd, junge Talente ins Rampenlicht treten zu sehen, mit denen wir nicht gerechnet hatten." Es seien "mit die besten Spiele", die sie je erlebt habe. Edwards lobte selbst das wechselhafte Londoner Wetter, das bei Wettkämpfen immer mal wieder für Regenschauer sorgt.

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