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Sport
08/05/2012

Buntes: Dorfflüchtling Collins wurde gesperrt

Bei der Eröffnungsfeier trug Kim Collins noch die Fahne von St.

Kitts und Nevis ins Londoner Olympiastadion. Acht Tage später durfte der 36-jährige Ex-Weltmeister über die 100 Meter nicht zu den Vorläufen in diesem Bewerb antreten. Begründung: Er hatte mehrmals das olympische Dorf verlassen und seine Frau und seinen Coach in einem Londoner Hotel besucht.

Das NOK des Karibikstaates wertete dies als Bruch der Team-Regeln und sperrte ihn. Collins verstand die Welt nicht mehr: "Selbst Männer im Gefängnis dürfen ihre Frauen sehen."

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Obwohl sie erst die dritte Sprinterin der Geschichte nach den US-Amerikanerinnen Wyomia Tyus (1964, 1968) und Gail Devers (1992 und 1996) ist, die zweimal hintereinander Olympia-Gold über 100 m gewonnen hat, weiß Shelly-Ann Fraser-Pryce, was auf sie in ihrer Heimat Jamaika zukommen wird. "Ich bin keine, die das Scheinwerferlicht liebt. Aber wenn ich in den Supermarkt gehe, fragen sie mich doch nur über Usain Bolt aus", erzählte die 25-jährige Fraser-Pryce und macht sich keine Hoffnungen, dass sich das nun ändern wird.

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Ihr Leben sei ein Auf und Ab gewesen, seit sie 2010 wegen einer unerlaubten Medikation nach Zahnschmerzen eine sechsmonatige Dopingsperre aufgebrummt bekommen habe, meinte Sprint-Olympiasiegerin Shelly-Ann Fraser-Pryce. "Das war eine zähe Zeit, aber ich bin fokussiert geblieben und habe mich in die Arbeit gestürzt."

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Österreichs Siebenkämpferin Ivona Dadic liebt ihre pinken Spikes. Bei den Olympischen Spielen musste sie auf Neongrün zurückgreifen, weil ihre bevorzugte Farbe nicht im Programm war. "Daheim ziehe ich gleich wieder die rosaroten an", sagte die 18-jährige, die mit 5.935 Punkten 25. geworden war und nur knapp den von ihr gehaltenen österreichischen Rekord verpasste.

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Großbritannien hat am Samstag den bisher besten Tag der Olympischen Heimspiele erlebt. Gleich sechs Mal durfte in London über Gold für die Gastgeber gejubelt werden. Vorgelegt hatten zu Mittag die Ruderer mit zwei Siegen, nachgelegt die Bahnfahrer mit einem weiteren und schließlich die Krönung am Abend, als Siebenkämpferin Jessica Ennis, Weitspringer Greg Rutherford und 10.000-Meter-Läufer Mo Farah das Publikum im Olympia-Stadium zum Toben brachten. Bürgermeister Boris Johnson verneigte sich im Anschluss vor den Leistungen der britischen Athleten. Der Hunger nach Medaillen sei aber sichtlich noch nicht gestillt, er könne es kaum abwarten, was in Woche zwei noch geschehe.

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