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Sport
08/05/2012

Briten jubeln im Goldregen des "Super Saturday"

Drei Mal Leichtathletik-Gold innerhalb einer Stunde, davor drei weitere Goldmedaillen im Rudern und Radsport - nach dem erfolgreichsten britischen Olympia-Tag seit 104 Jahren steht die Insel Kopf.

"Vergesst den "Super Saturday", das war "Spectacular Saturday"! Was für ein Abend! So so stolz", twitterte Londons Bürgermeister Boris Johnson.

Und OK-Chef Sebastien Coe schwärmte nach den intensiven Duellen der Leichtathleten überhaupt vom "größten Tag im Sport, an dem ich dabei war". Die Briten erleben nun doch ihr Sommermärchen. Denn die ambitionierten Gastgeber hatten einen Fehlstart hingelegt und fünf lange Tage auf das erste Gold warten müssen. Die Briten, mit 542 Athleten das größte Nationen-Team und als einzige in allen 26 Sportarten dabei, wollten mindestens das starke Peking-Ergebnis toppen - also mehr als 47 Medaillen, darunter 19 Mal Gold. Nach acht Wettkampftagen stand bereits 29 Mal Edelmetall (14 Gold) zu Buche. Das ist Platz drei im Medaillenspiegel.

"Hep, hep, Hooray", titelte "The Sun" am Tag danach. Die "Sunday Times" schrieb: "Team GB feierte gestern seine größte Stunde, als die Athleten drei Goldmedaillen in nur 47 erstaunlichen Minuten einheimsten und einem der größten Tage in der britischen Sportgeschichte ihren Stempel aufdrückten."

Der "Sunday Mirror" machte im Königreich eine völlig neue Stimmung aus. Die Menschen seien überwältigt von ihren Emotionen "weinen - zu Hause, in der Kommentatoren-Kabine, auf dem Podium, auf den Zuschauerrängen, im Auto am Radio". Das Blatt jubelte: "Wir alle haben die Olympischen Spiele gewonnen." Die britische Post wird den siegreichen Leichtathleten nicht nur eine Briefmarken-Sonderedition widmen, sondern will - soweit möglich - auch die seit dem Jahr 1874 roten Postkästen in den Heimatgemeinden der Gewinner mit Gold überziehen.

Besonders emotional ging es am Samstag im Olympiastadion zu. Laut "Telegraph" betrug der Lärmpegel beim Zieleinlauf von Siebenkampf-Olympiasiegerin Ennis im abschließenden 800-Meter-Lauf 110 Dezibel - wie bei einem startenden Hubschrauber.

Als das "Golden Girl" bei der Siegerehrung mit den Tränen kämpfte, brach im BBC-Studio Denise Lewis, die Olympiasiegerin von Sydney 2000, in Tränen aus. "Manchmal gibt es keine Worte, einfach wundervoll, zauberhaft", schluchzte sie in ein Taschentuch. Als "Magic Mo" Farah nach seinem Triumph über 10.000 m auf die Ehrenrunde ging, stürmte seine Tochter Rihanna durch den Innenraum auf ihn zu. Auch seine schwangere Frau Tania flog ihm in die Arme. "Dies wird niemals zu übertreffen sein. Das ist der beste Moment meines Lebens", sagte Farah.

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