© Copyright 2012, Austria Presse Agentur, Wien, Österreich, alle Rechte vorbehalten

Sport
08/01/2012

Blick von Dinko Jukic geht in Richtung Rio 2016

Der Blick geht schon wieder voraus. Kaum hatte Dinko Jukic am Dienstag in Londons Olympia-Finale über 200 Meter Delfin als Vierter angeschlagen, sprach er über seine Perspektiven für Rio de Janeiro 2016.

Hatten diesmal 1,14 Sekunden auf eine Medaille gefehlt, soll es damit in Brasilien klappen.

Schon jetzt etablierte sich Jukic im Aquatics Centre in seinem Hauptbewerb hinter dem Afrikaner Chad le Clos, dem Amerikaner Michael Phelps und dem Asiaten Takeshi Matsuda als bester Europäer. Jukic war fokussiert wie nie. Die EM Ende Mai in Debrecen hatte er als Trainingswettkampf und den damaligen vierten Platz daher nicht tragisch genommen. Nun sind mit den Ungarn Laszlo Cseh und Bence Biczo sowie dem Griechen Ioannis Drymonakos die EM-Top-Drei nicht ins Finale gekommen. Jukic war aber da, als es darauf ankam. "Ich habe aus den Weltmeisterschaften in Rom und Shanghai doch einiges gelernt und bin mein eigenes Rennen geschwommen" sagte der Wiener.

Als Ergebnis bekam der 23-Jährige sein bestes Langbahn-Ergebnis auf Welt-Ebene. Bei den erwähnten Welttitelkämpfen 2009 und 2011 war Jukic Sechster bzw. Siebenter gewesen, auf Olympia-Niveau verbesserte er sich im Vergleich zu Peking 2008 um sechs Plätze. "Ich habe ein bisschen mehr riskiert vorneweg, bin es ein bisschen schneller angegangen", erläuterte das OSV-Ass. "Hinten raus habe ich versucht, das Tempo zu erhöhen. Ich habe es mir absolut optimal eingeteilt."

In Vorlauf, Semifinale und Finale hatte er es die ersten Male geschafft, alle vier Längen der langen Delfinstrecke unter 30 Sekunden zu bleiben. "Es sieht gut aus in Richtung Rio und ich werde versuchen, dort mindestens einen, wenn nicht mehrere Plätze gutzumachen", kündigte Jukic an. "Ich habe noch vier Jahre in Richtung Rio, in denen es heißt, hart zu arbeiten." Rang vier verglich er mit einem Semifinale in einer Mannschaftssportart. "Ich glaube, dass kann sich wirklich sehen lassen."

Um noch mehr aus sich herauszuholen, will sich Jukic künftig komplett auf die Delfinstrecken konzentrieren und die Lagenbewerbe beiseitelassen. "Dazu habe ich mich knapp vor Olympia entschieden", verriet der Athlet des SC Austria Wien. "Ich glaube, dass da zumindest die eine Sekunde auf die Medaillen drinnen ist. Wenn ich mehr Zeit den Delfin widme und weniger auf Brust und Rücken schaue, dann wird das schon in den nächsten Jahren gut klappen."

Im Zuge der nächsten Jahre will Jukic auch lernen, seine Körperproportionen im Becken noch mehr zu seinem Vorteil einzusetzen. "Die größere Amplitude, die ich von der Beinlänge her habe, muss ich besser einsetzen", erläuterte er. "Dafür brauche ich mehr Zeit, mehr Erholung, mehr Feinschliff und Spezifik. Darauf werden wir uns jetzt konzentrieren." Der nächste große Langbahn-Event sind die Weltmeisterschaften in einem Jahr in Barcelona. Bis dahin sollte schon noch was weitergehen.

Vorerst geht es für Jukic aber noch in London über 100 m Delfin um den Aufstieg. "Ich will ins Semifinale. Ich will auch hier eine Top-16-Platzierung, das ist nicht unrealistisch. Das ist für mich eine Sprintdistanz, aber ich werde alles Mögliche daran setzen" gab er an. Jukic nahm sich vor, gleich von Anfang an voll Gas zu geben. Seine Saisonleistungen über die kurze Delfinstrecke sind sehr gut. Insgeheim hofft er, auch hier den Finaleinzug zu erreichen. Doch Jukic nimmt es Schritt für Schritt.

eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.

Jederzeit und überall top-informiert

Uneingeschränkten Zugang zu allen digitalen Inhalten von KURIER sichern: Plus Inhalte, ePaper, Online-Magazine und mehr. Jetzt KURIER Digital-Abo testen.