Starke Saison: Haider-Maurer stand heuer in Acapulco schon in einem Semifinale eines Millionenturniers.

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Tennis
08/30/2015

Haider-Maurer: Von Meerbusch nach New York

Bereit für die US Open: Warum die eigenwillige Turnierplanung vielleicht doch Sinn machte.

von Harald Ottawa

Viele schüttelten ungläubig den Kopf. Während sich Dominic Thiem und Jürgen Melzer bei Hartplatz-Turnieren auf die US Open vorbereiteten, spielte Andreas Haider-Maurer in Europa zuletzt zwei Challenger. Und dies auf Sand. In Prag schied er bald aus, im deutschen Meerbusch (muss man nicht kennen, Anmerkung der Redaktion) holte er sich zumindest am Sonntag den Titel (Preisgeld dafür: 6150 Euro). Also keine Eingewöhnung auf den Hartplatz von New York und durch die späte Anreise (erst am Montag) zumindest ein bisserl mehr Jetlag als die anderen. Manager Bernd Haberleitner wehrt sich: „Er konnte dort Punkte sammeln, damit er in Wien im Oktober im Hauptfeld steht. Und eine harte Vorbereitungswoche sollte genügen.“

Und ein bisserl Selbstvertrauen sei ja auch dazugekommen. Während Thiem bei den Millionen-Turnieren von Montreal und Cincinnati (Haider-Maurer hätte dort Qualifikation spielen müssen) jeweils in Runde eins scheiterte und Jürgen Melzer beim Challenger von Vancouver nur ins Achtelfinale kam, reiste AHM, wie er allseits genannt wird, mit seinem neunten Challenger-Titel im Gepäck nach Flushing Meadows,wo er im Gegensatz zu Melzer fix im Hauptbewerb steht (Preisgeld erste Runde: rund 35.000 Euro). Letzterer musste übrigens erstmals in seiner Karriere in New York in die Qualifikation.Haider-Maurer entschied sich kurzfristig für Matchpraxis auf kleinerer Ebene.

Harter Kritiker

Thiem-Trainer Günter Bresnik kritisiert ihn dafür nicht direkt, sagt aber: „Haider-Maurer hat viel Potenzial, aber vor allem in Spielen gegen die Größten kannst du dazulernen.“ Trotz allem: Der 28-jährige Haider-Maurer steht vor der Rückkehr in die Top 50. In New York kann der Waldviertler dazulernen.Viel dazulernen. Schlägt er den (allerdings starken) Kanadier Vasek Pospisil (vierte Partie nach 17:00 Uhr MESZ auf Court 7), könnte in Runde zwei der Weltranglisten-Erste Novak Djokovic warten. Gegen den Serben spielte er heuer in Monaco, wenig erfolgreich (4:6, 0:6), aber immerhin doch.

Im Vorjahr hätte Haider-Maurer am Big Apple übrigens fast einen Top 20-Spieler geschlagen. Gegen Roberto Bautista Agut führte der verlässliche Daviscup-Spieler (er hat im Gegensatz zu Thiem eine positive Bilanz) mit 2:1 Sätzen. „Bautista Agut schien k.o. zu sein, ließ sich lange behandeln und war am Ende plötzlich putzmunter“, erinnert sich Haberleitner ungern zurück. Heuer soll es besser laufen. Djokovic lockt.

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