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Sport
08/02/2012

Beach: Doppler/Horst ausgeschieden

Eine knappe Niederlage hätte für den Aufstieg gereicht. Geworden ist es eine klare gegen Heuscher/Bellaguarda

Die Ausgangsposition hätte besser kaum sein können. Nach einem bis dahin starken Olympia-Turnier in London folgte für die Beach-Volleyballer Clemens Doppler und Alexander Horst am Donnerstagabend die kalte Dusche. Nach einem klaren 0:2 (-22,-12) gegen die Schweizer Patrick Heuscher/Jefferson Bellaguarda sind die Österreicher bereits in der Gruppenphase ausgeschieden.

   Hätten Doppler/Horst im zweiten Durchgang zumindest 15 Punkte erzielt, wären sie als einer der zwei besten Gruppendritten sogar im Achtelfinale gestanden. Am Ende blieb aber nur die Enttäuschung. "Wir haben einen schlechten Satz im ganzen Turnier gespielt, das ist sehr, sehr bitter", versicherte Doppler nach starken Auftritten gegen die brasilianischen Weltmeister Emanuel/Alison (1:2) und die Italiener Paolo Nicolai/Daniele Lupo (2:0).

   Auch gegen Heuscher/Bellaguarda sah es im ersten Durchgang gut aus. Aus drei Satzbällen vermochte das Duo aber kein Kapital zu schlagen, die Schweizer dagegen nützten ihren ersten. "Danach ist der Faden gerissen", gestand Doppler. "Es hat überhaupt nichts mehr funktioniert. Wir sind keine Maschinen." Vor allem das zuletzt so starke Service blieb aus. Dazu hatten die Österreicher mit dem stark zirkulierenden Wind auf dem Horse Guards Parade zu kämpfen.

"Zu viele Fehler"

 "Das soll keine Ausrede sein", betonte Doppler. "Wir haben eine große Chance ausgelassen." Nämlich in der vielleicht schwierigsten Gruppe des Turniers ins Achtelfinale einzuziehen. "Wir haben gegen keine Brauser verloren", erinnerte der Ex-Europameister. "Das sind alles richtig gute Mannschaften gewesen. Wir waren auch auf dem Papier Außenseiter. Diese Rolle hat uns aber nichts ausgemacht."

   Das Aus besiegelte ein Outball von Doppler zum 12:21. "Wir haben im zweiten Satz zu viele Fehler gemacht", gestand Horst. Der Rechenschieber hätte im Kopf aber keine Rolle gespielt. "Ich spiele nicht auf 15 Punkte, sondern auf Sieg", erklärte der Wiener. "Ich will gewinnen, gegen so ein Team ist es aber nicht leicht." Im Vorjahr etwa waren Heuscher/Bellaguarda bei zwei Grand-Slam-Turnieren auf dem Podest gestanden.

   "Wer diese Gruppe übersteht, ist ein sehr gutes Team", meinte Horst. "Wir hätten es schaffen können. Jetzt Vierter zu sein, ist unglaublich bitter." Der Selbstfaller im zweiten Satz passt zur Serie österreichischer Olympia-Pleiten in der ersten Woche der Spiele in London.

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