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Basketball
07/12/2013

„Wer Vollgas gibt, darf auch einmal müde sein“

Österreichs Herren bereiteten sich in Klosterneuburg auf die EM-Quali vor. Ein Lokalaugenschein.

von Christina Pertl

Go, go, go, go! Schneller muss das gehen“, tönt es durch die Sporthalle. Werner Sallomon klatscht ungeduldig in die Hände. Der Basketball-Teamchef wirkt nicht zufrieden mit der Leistung der 14 Männer, die vor ihm auf und ab dribbeln. Da kann er auch einmal lauter werden: „Des darf doch ned woahr sein!“, ruft der 52-Jährige, ein scharfer Pfiff folgt. Prompt ist’s vorbei mit dem Quietschen der Schuhe und dem Donnern der Basketbälle auf dem Parkett. Alles lauscht den Instruktionen des Teamchefs.

„Er legt einfach viel Wert auf schnelles Spiel“, sagt Moritz Lanegger und kann sich ein Grinsen nicht verkneifen. Der 23-jährige 1,90-Meter-Mann kennt die Leidenschaft des neuen Headcoaches nur zu gut, spielte er doch in den vergangenen zwei Jahren unter ihm bei Klosterneuburg. Anfang des Jahres trat Sallomon dann die Nachfolge von Neno Asceric beim Nationalteam an.

„Wir versuchen uns dem internationalen Level anzupassen“, sagt Sallomon, der ein großes Ziel vor Augen hat: Die Qualifikation für die EM 2015 in der Ukraine, die für Österreich am 1. August gegen Luxemburg in Schwechat beginnt. Seit zwei Wochen bereitet sich das Team intensiv auf diese historische Mission vor. Es wäre das erste Mal seit 1977, dass sich Österreich für eine EM-Endrunde qualifiziert.

Die erste Woche wurde in Steinbrunn trainiert, danach zog der Tross nach Klosterneuburg um. Gewohnt wird im Hotel neben der Sporthalle der Dukes. „Das ist für uns sehr angenehm“, sagt Kapitän Thomas Schreiner, der seit einem Jahr in der zweiten spanischen Liga (River Andorra) Bekanntschaft mit schnellerem Basketball-Spiel macht.

Kampf & Krampf

Drei Trainingseinheiten stehen pro Tag auf dem Plan. Ein Pensum, das seine Spuren hinterlassen hat. „Es herrscht große Müdigkeit. Das überrascht mich aber nicht, wir haben gut gearbeitet. Wer Vollgas gibt, darf auch einmal müde sein“, sagt Sallomon, der bisher den Schwerpunkt auf athletisches Training gelegt hat. In den nächsten zwei Wochen stehen dann sieben Testspiele auf dem Programm. „Da werden wir uns vermehrt auf Taktik und die Spielvorbereitung konzentrieren.“

Am Samstag und Sonntag wird in Portugal erstmals getestet. Eine Woche später findet in Oberwart das Vier-Nationen-Turnier statt. Gegner sind mit Estland, Bulgarien und Ungarn jene Teams, die auch als Favoriten in der EM-Qualifikation gehandelt werden. „Da ist es auch die Frage, wie viel man denen schon zeigt“, sagt der Teamchef. „Wir werden die Gelegenheit nutzen, um sehr viel auszuprobieren.“ Sprach’s und marschiert auch schon wieder davon, um neue Kommandos auszugeben.

Die Plauderstimmung vom Aufwärmen ist längst verflogen. Verschwitzt stehen die Hünen in den blauen Dressen im Kreis um ihren Chef. Müde sehen sie aus, aber konzentriert. „Jeder ist sich bewusst, dass das hier keine Schullandwoche ist“, bringt es Guard Lanegger auf den Punkt. „Wir haben ein Ziel – und das heißt EM.“

Sieben EM-Tests

Bis zur Qualifikation ab 1. August in Schwechat absolvieren Österreichs Basketballer noch sieben Testspiele. Am Samstag und Sonntag wird in Portugal gespielt. Es folgen das Turnier in Oberwart (19. bis 21. Juli) gegen Estland, Bulgarien und Ungarn und zwei Spiele in Ungarn (27./28.7.).

Vor-Qualifikation: Luxemburg, Dänemark und die Schweiz spielen auch in Gruppe C. Der Erste ist fix bei der EM in der Ukraine. Im Sommer 2014 gibt es noch eine Quali-Chance.

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