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Sport
12/05/2011

Basketball: 2,04 Meter purer Optimismus

Zarko Rakocevic will dem Basketball Club Vienna erst neues Leben einhauchen und danach in eine höhere Liga aufsteigen.

Die Basketballsaison ist eröffnet. Im Vorfeld wurde bei den Bundesligaklubs nicht nur fleißig trainiert, sondern auch eingekauft. Der Basketball Club Vienna bildet dabei keine Ausnahme. Ein Verein, der in den vergangenen Jahren eher durch Finanz- und Personalprobleme als durch sportlich überzeugende Leistungen aufgefallen, sorgt in der Saison 2011/'12 für frischen Wind.

Das Basketball-verrückten Brüderpaar Petar und Stjepan Stazic übernahm den Verein, und baute kräftig um. Mit dem neuen Coach Ivan Rudez und fünf neuen Spielern wollen sie den Verein auf Meisterschaftskurs bringen.

Unter den Neuankömmlingen im Team ist auch der 2,04 m große Center Zarko Rakocevic - kein Unbekannter in Basketballkreisen. Der Montenegriner dunkte bereits beim serbischen Traditionsklub Partizan Belgrad, und wurde von Real Madrid für ein dreimonatiges Try-out eingeladen.

Mit Partizan feierte er 2009 den Sieg im National-Cup. 2010 spielte der 27-Jährige mit dem bosnischen Erstligisten KK Igokea in der adriatischen Basketballliga. Eine Liga, die zwei Klassen über der höchsten heimischen Spielklasse anzusiedeln ist.

Rakocevic schlug Angebote von europäischen Top-Klubs aus, um bei den maroden Wienern anzuheuern. Damit liegt die Frage nach seinen Beweggründen auf der Hand. "Ich habe mich sicher nicht wegen des Geldes für mein Engagement in Wien entschieden", lautet die Antwort. Er wolle dem BC Vienna schlicht zu erhöhtem Ansehen verhelfen.

Hohe Ziele

Ein Idealismus, den Rakocevic mit Kapitän Stjepan Stazic teilt. "Unser Ziel ist es, Wien wieder auf die Landkarte des nationalen Basketballs zu bringen. Eine gute Meisterschaft zu spielen. Darüber hinaus ist unser Langzeit-Ziel auf jeden Fall die adriatische Liga", führt Stazic aus.

In jedem Fall ruhen auf dem international erfahrenen Neuzugang hohe Erwartungen. Er selbst sieht das eher gelassen: "Für die Zukunft mache ich keine großen Pläne. Mein Vertrag hier in Wien läuft bis Mai, und den will ich unbedingt erfüllen. Wenn sich alles so entwickelt, wie wir uns das vorstellen, dann kann man über Optionen reden."

Bei so einer Karriere in Europa stellt sich natürlich auch die Frage, ob die amerikanische NBA denn keine Option für den Montenegriner wäre. "Nein, das halte ich für Träumerei. Ich spiele lieber in Europa jede Woche als in Amerika monatelang auf der Ersatzbank zu sitzen. Da könnten sie mir so viel zahlen wie sie wollen", sagt der 110 kg schwere Hüne.

Eigenleistung

Zarko Rakocevic scheint ein Athlet mit Prinzipien zu sein. Und er vertraut vor allem auf die eigenen Stärken. Vorbilder? Der erfahrene Center winkt ab "Ich habe keine Idole. Interessiert mich überhaupt nicht. Ich konzentriere mich auf meine eigene Leistung und kommentiere die anderen nicht."

Sein Konzentration geht sogar so weit, dass er beispielsweise noch keinen einzigen österreichischen Fußballspieler mit Namen nennen kann. "Das geht alles an mir spurlos vorüber", meint Zarko Rakocevic, der eben ein Basketballer mit Leib und Seele ist.

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