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Sport
12/05/2011

Austrian Volley League soll zur Profi-Liga werden

Die Austrian Volley League der Herren soll sich zu einer Profiliga entwickeln und damit die Basis für ein leistungsstarkes Nationalteam bilden.

Nachdem die Vereine vom Österreichischen Verband (ÖVV) schon 2010/11 zu professioneller Arbeit angehalten worden waren, ist nun das Einbinden der Top-Teams bereits in den Grunddurchgang der nächste Schritt. Mittelfristig soll die Liga kompakter werden.

In die Saison starten am Samstag zwölf Teams, der für die Bundesligen zuständige Vize-Präsident Markus Gaugl strebt eine Meisterschaft mit etwa nur acht Clubs an. "Nur so hat eine Top-Liga Sinn. Auch die Top-Länder wie Polen und Italien haben maximal zehn Vereine in der Liga." Für Teamchef Michael Warm zeigt Europameister Serbien, dass es sogar auch ohne starke heimische Liga geht. "Die Serben haben eine sehr gute Nachwuchsarbeit und lassen die Spieler dann ins Ausland."

In die Punktejagd ist diesmal das Junioren-Nationalteam integriert, unter Junioren-Teamchef Michael Horvath sollen speziell die Spieler der Akademien Wien und Graz gute Matchpraxis erhalten. Warm dazu: "Dieser 93er-Jahrgang ist vielversprechend." Da die ÖVV-Junioren nur die Auswärtsspiele bestreiten, spielen sie nicht um die Play-offs mit. Für acht der übrigen elf Teams geht es daher im Viertelfinale weiter.

Meister Tirol, Aich/Dob und die hotVolleys als die Top Drei der Saison 2010/11 sind also von Anfang an dabei, die Tiroler gelten als klare Titel-Favoriten. Neben Aich/Dob wird auch VCA Amstetten als erster Herausforderer gehandelt. Die mit einem Nachwuchsteam antretenden hotVolleys werden diese Rolle zumindest vorerst nicht erfüllen können, Verpflichtungen sind in den nächsten Monaten aber möglich.

Für 2012/13 wurde die Einführung einer Zwischenrunde nach dem Play-off beschlossen, wie etwa im Handball sollen dann die Top Sechs ein Meister-Play-off bestreiten. Wieder ein Jahr später müssen die Hallen die international vorgegebene Mindesthöhe von neun Metern und eine Zuschauerkapazität von mindestens 500 Plätzen haben. Gaugl: "In ein paar Jahren soll man von einer Profiliga sprechen können."

Damit sich die Clubs im Streben nach einem Profibetrieb nicht verschulden, ist ähnlich dem Fußball auch ein Lizenzierungsverfahren angedacht. Unbedingt angestrebt werden für die kommenden Jahre zudem ein Liga-Hauptsponsor und regelmäßige TV-Übertragungen. Als künftigen Standort für einen Profi-Club kann sich Gaugl etwa auch Salzburg vorstellen, wo derzeit nicht AVL gespielt wird.

Die Mitteleuropa-Liga (MEL) wird im Grunddurchgang nur mit sechs Teams gespielt, Ljubljana (früher Bled) und Tirol als die Top Zwei der vergangenen Saison steigen im Play-off ein. Mit dabei sind Aich/Dob, die hotVolleys und Amstetten. Da nur Europacup-Teams in der MEL spielen dürfen und es Europacup-Rückzüge etwa in der Slowakei oder Ungarn gibt, kam heuer nur eine Schmalspur-Liga zustande.

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