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Sport
12/05/2011

Austrian Open sollen "Superjahr" krönen

Zumindest an der Spitze sind die Austrian GolfOpen bei ihrer 21. Auflage so schillernd besetzt wie selten zuvor.

Mit dem Iren Padraig Harrington und der US-"Skandalnudel" John Daly schlagen zwei mehrfache Major-Sieger ab Donnerstag im Diamond Country Club von Atzenbrugg ab, dazu kommt der hochkarätige Spanier Miguel Angel Jimenez.

Für Österreichs Profis geht es darum, ein bisher sensationell gut verlaufenes Jahr vor Heimpublikum zu krönen. Markus Brier (3. in Katar), Martin Wiegele (3. Scottish Open) und Bernd Wiesberger (2. in Gleneagles) haben 2011 bereits absolute Top-Ergebnisse erreicht. Auch Florian Prägant kämpft auf Challenger-Ebene aussichtsreich um die Tourkarte 2012 und spielt daher wie Roland Steiner diese Woche in Toulouse. Die ÖGV-Amateure glänzten mit Team-Silber bei der U18-EM sowie dem sensationellen EM-Titel für Manuel Trappel.

Österreichs Golf blickt daher vor dem zum zweiten Mal im Tullnerfeld stattfindenden Heimspiel auf das schon jetzt erfolgreichste Jahr seiner Geschichte zurück. "Es war noch nie so gut wie jetzt. Womöglich haben wir 2012 gleich vier oder fünf Spieler auf der Tour, das wäre im Vergleich zum Riesenland Deutschland eine beachtliche Zahl", unterstrich das auch Tour-Pro Wiegele, der zunächst im Star-Flight mit Jimenez und Daly spielt.

Es gibt also berechtigte Hoffnung, nach Markus Brier (2006) auch wieder einen österreichischen Turniersieger zu feiern. Allerdings ist gerade bei Heimturnieren der Druck besonders groß. Im Vorjahr schafften von zwölf heimischen Spielern nur zwei den Cut. Nämlich Brier sowie der damals erst 15-jährige Amateur Matthias Schwab, der als 32. dann sogar für Golfgeschichte sorgte. Während der Schüler aus der Steiermark auch heuer wieder ohne Chance auf Preisgeld mitspielt, hofft Brier in seinem Heimatclub auf ein Top-Ten-Ergebnis.

Denn eine Durchschnittsplatzierung würde den Wiener nicht weiterbringen. Zwar ist trotz des weiterhin fehlenden Hauptsponsors die Dotation wieder auf 1 Mio. Euro gestiegen, damit rangiert man aber immer noch am unteren Preisgeld-Bereich. Eine Top-Ten-Platzierung hingegen wäre gleichbedeutend mit der Startberechtigung bei der nächstwöchigen Dunhill Championship in St. Andrews und dort geht es dann gleich um fünf Millionen. "Die Austrian Open sind das Turnier, das man als Österreicher am liebsten und gerne immer wieder gewinnt", so Brier.

Zum stärksten Österreicher hat sich 2011 gleich beim Comeback auf der Europa-Tour aber Bernd Wiesberger (25) und damit der jüngste Ö-Pro gemausert. Die Tourkarte hat der seit neuestem vom Belgier Philippe de Busschere gecoachte Burgenländer fix. Der Oberwarter kann deshalb frei aufspielen und sogar um die Teilnahme am hoch dotierten Saisonfinale in Dubai (Top 60 im Race) kämpfen.

Auch Wiesberger kennt Chancen und Gefahren des Heimvorteils, will deshalb vorerst "keine Wunder" herbeiführen, sondern sicher den Cut schaffen. Einen Heimsieg will aber auch er nicht abschreiben. "Wir alle versuchen, eine gute Saison mit einem starken Heimturnier zu unterstreichen."

Im Kampf um die 166.660 Euro für den Sieger sowie den 100.000 Euro teuren Diamantpokal ist freilich Harrington einer der ganz großen Favoriten. Der gelernte Buchhalter aus Dublin, der kein Guinness trinkt, weil er nur Lager-Bier mag, ist dreifacher Major- und vierfacher Ryder-Cup-Sieger. Auch er kommt mit neuem Coach sowie umgestelltem Schwung. Der 40-Jährige will nach zwei dürren Jahren zurück an die Sonne, am liebsten schon in Österreich.

Eigentlicher Favorit ist freilich Jimenez. Nach Rafael Cabrera-Bello (mit 60er-Schlussrunde im Fontana) sowie Jose Manuel Lara im Vorjahr will der bereits 47-jährige Routinier aus Malaga den dritten spanischen Sieg in Folge perfekt machen. Jimenez kennt zudem den sehr langen und engen Par-72-Kurs im Tullnerfeld bestens, hat er doch Loch acht sogar selbst umgestaltet.

Einer der interessantesten Flights der ersten beiden Tage ist jener der "Young Guns". Amateur-Europameister Trappel spielt zusammen mit dem Nordiren Paul Cutler sowie dem Engländer Tom Lewis (20). "The english boy-wonder" Lewis hatte als Amateur zuletzt sensationell bei den British Open geführt und ist vergangene Woche ins Profilager gewechselt.

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