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Sport
08/01/2012

Außenseiterrolle für Österreichs Seglerinnen

Das Potenzial für das Medal Race ist grundsätzlich bei beiden rot-weiß-roten 470er-Booten da.

Während Matthias Schmid/Florian Reichstädter ab Donnerstag auch auf einen Spitzenplatz lossegeln wollen, geht es ab Freitag für die Debütantinnen Lara Vadlau/Eva Maria Schimak vor allem darum, Erfahrung zu sammeln.

Das Revier vor Weymouth and Portland hat seine Tücken, nach umfangreichen Trainings und Tests fühlen sich die Österreicher aber gut auf alle Eventualitäten vorbereitet.

Für Vadlau/Schimak ist schon die Qualifikation ein Erfolg gewesen, die beiden gaben erst vor 15 Monaten ihr Debüt im Weltcup in der 470er-Klasse. Die erst 18-jährige Steuerfrau Vadlau fegte zuvor im Eilzugstempo durch die diversen Klassen, heimste Erfolge im Optimist (Vize-Weltmeisterin 2007), Byte (Jugend-Olympiasiegerin 2010) und 420er (Jugend-Weltmeisterin) ein.

Infolge einer Speiseröhrenentzündung hat Vadlau Anfang Juli sieben Kilogramm und damit viel an Körpersubstanz verloren, das macht sich im Kraft- und Ausdauerbereich bemerkbar. Nicht nur deshalb können die Damen völlig unbeschwert ans Werk gehen. "Wir haben überhaupt keinen Druck. Wir wollen es genießen. Es kommt nicht so oft vor, dass man bei Olympia ist und keinen Druck hat", sagte Vadlau.

In ihrer totalen Außenseiterrolle könnte aber sogar auch Gutes liegen. "Wir können es gelassen angehen, das gibt uns einen guten Vorteil im Wettkampf. Im letzten Trainingslager hier haben wir bemerkt, wie nervös alle sind. Ich habe die Französinnen noch nie so schlecht gesehen. Die stehen alle unter einem enormen Druck, den wir nicht haben. Wir sind super zufrieden, dass wir hier sind. Aber wir wollen auch Stärke zeigen", meinte Vorschoterin Schimak, die am 11. August 26 wird.

Schmid/Reichstädter haben bereits als 24. in Qingdao 2008 Olympia-Erfahrung gesammelt, seit dem haben sie sich ein großes Stück der Spitze genähert, waren 2009 vor Kopenhagen bereits WM-Sechste. Bei den vergangenen zwei Welttitelkämpfen gab es mit den Plätzen 21 (Fremantle 2011) und 19 (Barcelona 2012) allerdings leichte Rückschläge. Ein zehnter Platz im Weymouth-Weltcup im Juni stimmte aber zuversichtlich.

"Wir haben die Bedingungen im Training sehr gut nutzen können, wir haben unsere Hausaufgaben gemacht, wir haben die Segel getestet. Die Gruppendynamik bei uns ist sehr gut, es ist alles positiv. Unser Hauptziel sind die Top 6", sagte Steuermann Schmid nach den letzten Vorbereitungen. 27 Boote sind bei den Herren am Start, sie absolvierten am Mittwoch ihr offizielles Practice Race.

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