Sport
13.11.2018

Auch vierte Partie zwischen Carlsen und Caruana endet remis

Die beiden Kontrahenten scheuen derzeit noch das Risiko - nach nur 34 Zügen bot der Titelverteidiger das Unentschieden an.

Vierte Partie, viertes Remis: Auch mit den weißen Figuren hat Titelverteidiger Magnus Carlsen seinen Herausforderer Fabiano Caruana bei der Schach-Weltmeisterschaft in London nicht bezwingen können. Nach nur 34 Zügen einigten sich der Weltmeister aus Norwegen und der US-Amerikaner am Dienstag auf das Unentschieden.

Carlsen wählte die Englische Eröffnung und beide Seiten zeigten sich hervorragend präpariert. Sie wiederholten eine Partie Caruanas aus diesem Jahr, bis Carlsen im elften Zug abwich. Nach 15 Zügen erwarteten Experten eine Offensive des Weltmeisters am Damenflügel. Doch nach einem mysteriösen Turmzug von f1 nach e1 hatte Caruana keine Probleme, das Duell im Gleichgewicht zu halten.

Wie in den Partien zuvor kam es zum Tausch vieler Figuren und schon nach 20 Zügen zum Endspiel. Carlsen bot im 34. Zug in komplett ausgeglichener Stellung das Remis an. Nach dem furiosen Auftakt in der ersten Partie mit einer Spielzeit von über sieben Stunden und 115 Zügen scheinen die Akteure derzeit noch das Risiko zu scheuen.

Die fünfte Partie findet am Donnerstag statt. Caruana eröffnet das Duell dann mit Weiß. Die WM in London ist auf zwölf Partien angesetzt. Wer zuerst 6,5 Punkte erreicht, krönt sich zum Weltmeister. Bei Gleichstand erfolgt ein Tiebreak. Der Sieger einer Begegnung erhält einen Punkt, bei einem Remis bekommen beide Spieler jeweils 0,5 Zähler. Das Preisgeld beträgt eine Million Dollar (888.000 Euro).