Sport
28.09.2018

42. Ryder Cup: USA dominiert Auftakt gegen Europa

Der Titelverteidiger legt einen starken Start hin und liegt im Le Golf National 3:1 in Front.

Für den Titelverteidiger USA verlief der Auftakt des 42. Ryder Cups vor den Toren von Paris fast perfekt. Drei der vier Vormittagsduelle des Kontinentalvergleichs gewannen die US-Boys gegen die besten Golfer aus Europa. Nur Superstar Tiger Woods und Masters-Champion Patrick Reed konnten am Freitag ihr Match nicht gewinnen.

Um 8.10 Uhr hatte der Ryder Cup bei Sonnenschein und unter dem ohrenbetäubenden Jubel tausender Fans begonnen. Am ersten Abschlag herrschte eine Stimmung wie in einem Fußballstadion. „Olé, Olé, Olé“, brüllten die europäischen Fans. Die Anhänger der Amerikaner konterten mit lautstarken „USA, USA“-Rufen - ganz zur Freude von US-Basketball-Legende und Golf-Edelfan Michael Jordan, der nach Paris gereist war, um das US-Team zu unterstützen.

Auch Keith Pelley, Chef der European Tour und Boss der europäischen Ryder-Cup-Organisation, war mit der Stimmung zufrieden. „Es ist herausragend, einfach fantastisch“, schwärmte der Kanadier, als er im Morgengrauen mit erhobenem Daumen die VIP-Tribüne betrat.

Fehlschlag ins Gesicht

Den ersten Punkt für die USA holten der Weltranglisterste Dustin Johnson und Rickie Fowler gegen Rory McIlroy (Nordirland) und Thorbjörn Olesen (Dänemark). Auch das US-Duo Tony Finau/Brooks Koepka siegte gegen Justin Rose (England) und Jon Rahm (Spanien). Das dritte Match gewannen Jordan Spieth und Justin Thomas gegen die beiden Engländer Paul Casey und Tyrrell Hatton. Den einzigen Zähler für Europa holten Francesco Molinari (Italien) und Tommy Fleetwood (England) gegen Woods und Reed.

Einen schmerzlichen Fehlschlag verursachte Koepka. Nach einem misslungenen Abschlag traf der US-Open- und PGA-Champion des Jahres eine Zuschauerin mit seinem Ball im Gesicht - die blutende Platzwunde wurde noch auf dem Platz behandelt.

Die US-Auswahl will in Paris ihren Titel von vor zwei Jahren verteidigen. Allerdings hatten die Amerikaner zuletzt 1993 den Ryder Cup auf europäischem Boden gewinnen können.
Am Nachmittag geht es in die zweite Runde. Erneut stehen im Le Golf National vier Team-Duelle auf dem Programm. Woods wird dann nicht im US-Team stehen: Kapitän Jim Furyk lässt den 42-Jährigen pausieren.