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American Football
07/27/2019

35. Austrian Bowl: Raiders verteidigen ihren Titel vor 5.500 Fans

Mit einem 42:34-Sieg im Finale der heimischen American Football Liga holen sich die Raiders aus Tirol erneut den Meistertitel.

von Kevin Kada

Im „ewigen Duell“ zwischen den Vienna Vikings und den Raiders aus Tirol sicherte sich am Ende der amtierende Meister aus dem Westen den Titel. Knapp über 5.500 Zuschauer sahen in der St. Pöltner NV Arena eine wahre Offensivschlacht. 

Die Partie war, wie auch schon im Vorjahr, vor allem durch die Offensivreihen der beiden Teams geprägt. Aber auch Fehler und Strafen standen bei beiden Mannschaften auf der Tagesordnung. Zunächst hatten die Wiener in der ersten Halbzeit die Nase vorne. Und das trotz einiger gravierender Fehler. 

Die richtigen Worte gefunden

Raiders-Coach Shuan Fatah holte sich Unterstützung an die Seitenlinie. Patrick Esume, ehemaliger Trainer der französischen Nationalmannschaft, sorgte auf der Tiroler Bank für mentale Unterstützung.

Die Raiders gingen zwar mit einem 21:28-Rückstand in die Halbzeit, in der zweiten Hälfte ließ der neue und alte Meister aber nichts anbrennen. 

Raiders-Spielmacher Sean Shelton und seine Offensive marschierten ein ums andere Mal über das Feld und hielten die Wiener bei nur einem einzigen Touchdown in der zweiten Halbzeit.

Die Tiroler hingegen erarbeiteten sich drei Touchdowns zum schlussendlich hochverdienten 42:34-Endstand. Zum wertvollsten Spieler des Finales (MVP) wurde Raiders-Runningback Sandro Platzgummer gewählt. 

Der Spielverlauf im Detail:

Im 13. Duell der beiden Teams in der Austrian-Bowl-Geschichte starten die Wiener gleich mit einem Fehler. Der erste Spielzug von Vikings-Quarterback Austin Herink war ein Pass auf Receiver Bernhard Seikovits. Dieser fängt den Ball zwar, verliert ihn aber in der Vorwärtsbewegung und die Raiders erobern den Ball für ihre erste Angriffsserie

Raiders-Spielmacher Sean Shelton startet an der 25-Yards-Linie der Vikings. Zunächst gelang dem Spielmacher zwar ein Raumgewinn, dann schlichen sich aber auch bei den Tirolern die ersten Fehler ein. Eine Holding- und eine False-Start-Strafe, gepaart mit einer starken Defense-Leistung der Wiener machten den ersten Punktversuch zunichte. 

60-Yards ins Glück

Erneute Startprobleme beim folgenden Drive von Vikings-QB Herink waren aber spätestens fünf Minuten vor dem Ende des ersten Viertels vergessen und die Zuschauer sahen das erste Big-Play der Partie. Ein Pass auf Receiver Yannick Mayr an der eigenen 40-Yards-Linie verwandelte der Passempfänger zum ersten Touchdown für die Vikings. Der PAT landete zwischen den Pfosten und die Wiener gingen mit einer 7:0-Führung in das zweite Viertel.

Dort starteten die Vikings wie schon zu Spielbeginn. Runningback Marko Gagic verliert den Ball und die Raiders erobern das Angriffsrecht zurück. Ein Pass auf Receiver Patrick Donahue hätte der erste Touchdown für die Tiroler sein können.

Doch der Ballempfänger bekam eine Pass-Interference-Strafe aufgebrummt und die Raiders mussten 15-Yards zurück. Zwei Spielzüge später sollte es ein Pass auf Fabian Abfalter mit verwandeltem PAT sein, der den 7:7-Zwischenstand herstellte.

Herink mit Big-Play

Entmutigen ließen sich die Vikings davon aber nicht. Nach einer 15-Yards-Facemask-Strafe gegen die Raiders schickte der Wiener Spielmacher Herink seinen Receiver Maurice Wappl für 61-Yards und einem Touchdown und anschließendem PAT zum 14:7. 

Alles sah nach einem Ausgleich der Raiders aus. Mit starken Spielzügen über Sandro Platzgummer arbeiteten sich die Tiroler bis kurz vor die Endzone der Wiener vor. Ein Tackle gegen Quarterback Sean Shelton beendete den Drive.

Shelton verlor den Ball. Vikings-Linebacker Lucky Ogbevoen nahm den Ball auf und brachte ihn in die Endzone. Samt PAT stand es nun 21:7 für die Wiener.

Im Gegenzug die Antwort der Raiders gut fünf Minuten vor dem Ende der ersten Halbzeit. Nach dem Kick-Off der Wiener war es erneut Runningback Sandro Platzgummer der 50 Yards mit einem Lauf überbrückte und auf 14:21 aus Sicht der Tiroler stellte. 

Zu viele Strafen für die Raiders

Der folgende Drive der Vikings war geprägt von vielen Strafen der Tiroler. Dadurch hatten es Herink und seine Offense leicht, fast das gesamte Feld zu überbrücken.

Gut eine Minute vor dem Ende der ersten Halbzeit bediente der Spielmacher seinen Receiver Yannick Mayr perfekt zum Touchdown. Mit PAT wuchs die Führung der Wiener auf 28:14 an.

Abermals schafften es die Tiroler jedoch mit ihrer darauffolgenden Angriffsserie den Rückstand zu verkürzen. Nach einer 15-Yards-Strafe gegen die Wiener passte Quarterback Shelton perfekt auf Receiver Patrick Donahue, der seinen zweiten Touchdown im Spiel zum 20:28 machte.

Den PAT verwandelte Kicker Arno Schwarz zum 21:28-Halbzeitstand.

Start mit Tricks

Raiders-Coach Shuan Fatah dürfte in der Kabine die richtigen Worte gefunden haben. Der erste Drive der Innsbrucker in der zweiten Halbzeit endete mit einer Überraschung.

Eigentlich setzte Quarterback Shelton zu einem Punt an. Ein Vikings-Spieler berührte den Ball und die Raiders eroberten ihn knapp vor der Endzone zurück.

Shelton übernahm es dieses Mal selbst und lief zum Touchdown. Samt PAT schafften die Innsbrucker mit ihrer ersten Angriffsserie im dritten Viertel den Ausgleich zum 28:28.

Danach mühten sich die Wiener über das Feld. Mit Strafen und kurzen Läufen machten es sich Quarterback Herink und seine Offense selbst schwer. Schlussendlich setzte es 30 Yards vor der Endzone einen Ballwechsel.

Erste Führung für Innsbruck

Die Offense der Raiders war nicht lange am Feld. Mit dem ersten Snap bekam der starke Raiders-Runningback Sandro Platzgummer den Ball und lief 70 Yards zum Touchdown und zur ersten Führung der Raiders.

Nach dem PAT stand es knapp fünf Minuten vor dem Ende des dritten Viertels 35:28.

Abermals kamen die Wiener zu keinem Punktgewinn und die Raiders erhielten den Ball zurück. Mit dem ersten Angriff tankte sich Raiders-Runningback Tobias Bonatti 60 Yards über das Feld.

Eine 15-Yards-Strafe brachte die Raiders zurück an die 18-Yard-Linie. Im vierten Versuch verkickten die Raiders ein Field-Goal und es blieb bei der 35:28-Führung.

Zu Beginn des letzten Viertels neutralisierten sich die Mannschaften gegenseitig. Zunächst mussten die Vikings den Ball nach nur vier Versuchen den Ball wieder abgeben.

Danach kamen die Raiders zwar bis knapp über die Mittellinie, der Drive endete aber ebenfalls in einem Punt. Selbiges Schicksal ereilte die Wiener im darauffolgenden Angriff an der eigenen Vier-Yards-Linie.

Raiders mit dem Schlusspunkt

Gut zweieinhalb Minuten vor dem Ende der Partie machten die Raiders den Sack zur 42:28-Führung zu. Nach einem starken Drive über das Feld bis knapp an die Endzone der Wiener bediente Shelton seinen Receiver Donahue. Der Passempfänger überbrückte noch einige Yards und wuchtete sich zum Touchdown im Duell gegen einen Vikings-Verteidiger in die Endzone.

Der darauffolgende Angriff der Wiener ging nur schleppend voran. Die Vikings kamen durch einen Touchdown von Quarterback Herink auf Receiver Wappl und vergebenen PAT auf 34:42 heran. Bei noch einer Minute zu spielen nahmen die Raiders kein Risiko mehr und sicherten sich den Titel.

 

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