Justin Gatlin (links) und Usain Bolt (rechts) sind die beiden großen Favoriten im 200-Meter-Finale.

© USA Today Sports/Kirby Lee-USA TODAY Sports

Leichtathletik
08/26/2015

Bolt und Gatlin bereit zum Zweikampf

Sowohl Bolt als auch Gatlin präsentierten sich im 200-Meter-Halbfinale stark. Der Showdown kann kommen.

Die 200 m sind die Paradestrecke von Usain Bolt. Und normalerweise wird dem Rekordweltmeister über die halbe Stadionrunde auch nichts und niemand gefährlich, bei der WM in Peking jedoch sorgte sich der Jamaikaner um seine Fitness. Trotzdem gilt er im Finale am Donnerstag (14.55 Uhr MESZ) gegenüber Justin Gatlin als Favorit, denn dem hat die knappe Niederlage über 100 m zugesetzt.

Im Halbfinale am Mittwochabend (Ortszeit) hinterließen jedoch beide einen guten Eindruck. Gatlin rannte in seinem Lauf locker in 19,87 zu Platz eins, Bolt in seinem in persönlicher Saisonbestleistung von 19,95. "Ich bin einfach glücklich, dass ich durchgekommen bin. Jeder weiß, worauf es hinausläuft", sagte Bolt und sprach das Duell mit Gatlin an. "Ich freue mich darauf, es ist mein Lieblingsbewerb. Ich fühle mich viel besser, ich bin bereit." Man spare so viel Energie wie möglich, denn man brauche sie noch, meinte der Titelverteidiger.

Zweites Duell über 200 Meter

Zehn Jahre ist es her, dass Bolt und Gatlin im gleichen 200-m-Rennen am Start waren, es war zugleich auch das einzige Duell überhaupt bis jetzt. Das Wetter war kalt, windig und regnerisch an jenem 11. August 2005 in Helsinki, als sich die Athleten für das 200-m-Finale bei der WM bereit machten. Auf Bahn sechs wartete Gatlin auf den Startschuss, auf Bahn eins der erst 18-jährige Bolt. Er war mit einer Saisonbestleistung von 19,99 nach Finnland gekommen, Gatlin hatte 20,00 und damit die um den Tick einer Hundertstelsekunde schlechtere Zeit.

Gatlin, Olympia-Bronzemedaillengewinner von 2004 über die halbe Stadionrunde, galt nach seinem 100-m-Sieg in Helsinki als Favorit und holte sich auch das Sprint-Double. Bolt trudelte als Achter aus, er griff sich mit schmerzverzerrtem Gesicht an den Oberschenkel. Für Gatlin war es sein vorerst letztes großes Jubeljahr, 2006 wurde er positiv auf Testosteron getestet und musste als Wiederholungstäter schließlich vier Jahre den Stadionbahnen dieser Welt fernbleiben.

Himmelsstürmer

Für Bolt indes ging es steil nach oben, 2007 in Osaka lief er bereits zu Silber und mittlerweile peilt er den vierten Titel über 200 m in Folge an, es wäre sein insgesamt zehntes WM-Gold.

Die Vorzeichen waren - zumindest auf dem Papier - aber noch nie so ungünstig für den Weltrekordler bei Weltmeisterschaften. Jedoch gelang ihm beim Großereignis immer eine deutliche Steigerung seiner Saisonbestleistung.

2009 kam er mit 19,59 nach Berlin, triumphierte dann in der immer noch gültigen Weltrekordzeit von 19,19. 2011 reiste er mit 19,86 nach Daegu, um dort in 19,40 erfolgreich zu sein. 2013 standen vor Moskau 19,73 zu Buche, zu Gold lief er in 19,66. Heuer reichte es bis vor China nur zu 20,13, während Gatlin mit 19,57 die Jahresweltbestenliste anführt. Doch Bolt legte schon im Halbfinale zu, im Endlauf will er noch einmal was draufpacken.

eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.

Jederzeit und überall top-informiert

Uneingeschränkten Zugang zu allen digitalen Inhalten von KURIER sichern: Plus Inhalte, ePaper, Online-Magazine und mehr. Jetzt KURIER Digital-Abo testen.