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Sport
09/24/2012

10 Millionen Dollar für 1101 Golfschläge

Brandt Snedeker, 31, war im letzten Monat der beste Golfer und bekam dafür das höchste Preisgeld in seinem Sport.

Der amerikanische Golfer Brandt Snedeker hat in den letzten 31 Tagen 1101 Schläge getätigt –bei den vier Play-off-Turnieren des FedEx-Cups. Ob perfekter Abschlag oder misslungener Putt, jede Ballberührung war im Rückblick 11.470 Dollar wert.

Der Profi sicherte sich am Sonntag in Atlanta mit dem Sieg beim finalen Kräftemessen der 30 besten Golfer der PGA-Tour das höchste Preisgeld, das bislang im Golf verteilt wurde: Als erster Spieler gewann er neben den 1,44 Millionen Dollar für den Turniersieg auch noch die zehn Millionen Dollar für Platz eins in der Gesamtwertung des FedEx-Cups. Und mit den Plätzen 2, 6 und 37 bei den ersten drei Turnieren der Serie ergibt das in Summe 12,628.000 Dollar.

"Das ist es, wofür man sein ganzes Leben arbeitet", sagte Snedeker, der nun um umgerechnet 9,8 Millionen Euro reicher ist. Mit dem Prassen muss er allerdings noch warten, und zwar eh nur 14 Jahre. Beim FedEx-Cup werden die Gewinne nicht als Preisgeld ausgeschüttet, sondern in einen Pensionsfonds eingezahlt. Zugriff darauf haben die Gewinner erst ab einem Alter von 45 Jahren.
Snedeker ist 31.

Her mit der Marie!

Die Golf-Profis hätten das Geld allerdings lieber heute als übermorgen. "Was nutzt mir eine Auszahlung im Rentenalter? Ich könnte vielleicht schon tot sein", sagte Tiger Woods im Jahr 2007. Der US-Superstar war damals soeben Premierensieger des Bewerbs geworden. Der reichste Mensch im Sport (siehe unten) knackte den Jackpot als einziger Athlet bisher zwei Mal.

Bei der diesjährigen Ausgabe musste sich der 36-Jährige mit Gesamtrang drei zufriedengeben. Die Tränen der Enttäuschung darf er sich mit zwei Millionen Ein-Dollar-Scheinen aus dem Gesicht wischen. Platz zwei und somit drei Millionen gingen an Rory McIlroy aus Nordirland. Dem Weltranglisten-Führenden steht mit seinen 23 Jahren die längste Wartezeit bevor.

Dekadent mag es offenbar Phil Mickelson: Geht es nach dem Amerikaner, sollte man dem Sieger das Geld an Ort und Stelle in einer Scheibtruhe herankarren: "Das wäre cool." Der 42-Jährige darf das zumindest schon bald privat in seinem Vorgarten tun. Das Kleingeld für die Scheibtruhe sollte er haben. Mickelson belegte heuer in der Endabrechnung Rang fünf und bekam dafür immer noch eine Million Dollar.

 

Hin mit dem Burgenländer!

Der FedEx-Cup ist zwar die finanzielle Krone, längst aber nicht die Ausnahme im Profi-Golf. Das Pendant der European Tour heißt "Race to Dubai". Spielberechtigt beim Saisonfinale sind die 60 erfolgreichsten Golfer des Jahres, die besten 15 teilen sich am Ende umgerechnet 5,8 Millionen Euro.

Erstmals teilnehmen wird daran heuer ein Österreicher: Der 26-jährige Burgenländer Bernd Wiesberger hat heuer bereits zwei Turniere gewonnen und liegt derzeit mit bemerkenswerten 789.078 Euro auf Rang 22 der europäischen Preisgeld-Rangliste.

Tiger Woods: Der Preisgeld-König

Vor zwei Wochen knackte Golf-Superstar Tiger Woods, 36, eine magische Marke, die er am Sonntag um weitere zwei Millionen Dollar aufbesserte: Der US-Amerikaner ist der einzige Sportler, der allein an Preisgeld mehr als 100 Millionen Dollar verdient hat. Zum Vergleich: Das Schweizer Tennis-Ass Roger Federer, 31, hat bisher in Summe "nur" 73.691.177 Dollar erspielt. Ein Wimbledon-Triumph bringt 1,86 Millionen.

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