© ORF/Hans Leitner

Romy
02/25/2019

Susanne Schnabl

Die Verfechterin der Streitkultur führt souverän durch die wichtigsten politischen Debatten des Landes.

Susanne Schnabl teilt die innenpolitische Woche in die Tage vor und in jene nach dem "Report". Ohne das Politikmagazin zu sehen, ist eine Navigation durch die Nachrichtenlandschaft erschwert. Seit 2013 moderiert Schnabl die Sendung überaus kompetent und mit viel Engagement über das unmittelbare Geschehen hinaus. Als die Fakenews-Krise überschwappte, lud sie die Seher zu einer Debatte über die Arbeitsweise der Journalisten. Als Innenminister Herbert Kickl einen Sager platzieren wollte, wonach das Recht der Politik zu folgen habe, tat er dies bei der Journalistin im "Report".

Daneben hat sich Schnabl dem Thema Debatten verschrieben: Ihr 2018 erschienenes Buch "Wir müssen reden" ist ein wirkungsvolles Plädoyer für mehr Streitkultur: Sachlichkeit statt Drama, forderte Schnabl angesichts immer aufgeheizterer Konflikte, die von Social Media auf die Politik und wieder zurück schwappten.

Für die ROMY ist Schnabl erstmals nominiert, wichtige Journalistenpreise sind ihr aber bereits zugesprochen worden: 2011 wurde sie mit dem österreichischen Staatspreis für Bildungsjournalismus ausgezeichnet. 2016 erhielt sie den Robert-Hochner-Preis. Im Jahr 2017 wurde Schnabl als Teil des Report-Teams mit dem Walther Rode-Preis des Medienhauses Wien ausgezeichnet.

Susanne Schnabl (eigentlich: Susanne Schnabl-Wunderlich) ist mit Ö3-Redakteur Thomas Wunderlich verheiratet und Mutter eines Sohnes und einer Tochter.