Urlaub digital: Neue Web-Strategien
Egal, ob Online-Veranstalter oder Reisekonzern mit dichtem Netz an Reisebüros: Österreichs Urlaubsverkäufer geben jetzt im Internet Gas. Erklärtes Ziel ist das Zusammenwachsen von virtueller und Offline-Reisewelt. Für den Kunden bedeutet das: deutlich verbesserte Such- und Buchungsmöglichkeiten via Handy und Computer, maßgeschneiderte Informationen über gebuchte Hotels und Destinationen mit vielen Insider-Tipps sowie nützliche Zusatz-Gags wie Chats und Video-Clips.
Auch wer seinen Urlaub ganz traditionell im Reisebüro bucht, wird ab Juni von mehr Internet-Service profitieren. Kunden bekommen eine persönliche Homepage, auf der sie vom Zeitpunkt der Buchung bis zum Urlaubsantritt regelmäßig mit aktuellen Infos ihre Reise betreffend und Appetit-Machern wie Bildern und Videos versorgt werden. Ketten wie TUI Reisecenter werden Pioniere dieses neuen Angebots sein.
Der Wiener Last-Minute-Spezialist Stafa Reisen setzt verstärkt auf interaktive Webfunktionen wie Chat und auf bewegte Bilder. Geschäftsführer Robert C. Chlebek: "Wir haben auf unserer Homepage allesreise.com bereits 2000 Hotel-Videos online, mit unserer Chatfunktion können Online-Kunden in Echtzeit mit unseren Reisebüro-Mitarbeitern kommunizieren. So wissen sie, dass sie es mit richtigen Menschen und nicht mit einem Computer zu tun haben."
Echte Menschen
"Echte Menschen" sind auch die Stärke des Schweizer Online-Reisebüros travel.at , das aus diesem Grund in Wien eine Niederlassung errichtet hat. "Die Kunden buchen hier nach österreichischem Recht", betont Firmengründer Roland Zeller. Schwerpunkt sind Citytrips, Badeurlaube und Ferienwohnungen.
Als Service hat travel.at eine Datenbank mit 40.000 Insider-Reisetipps auf der Webseite travelfeedback.com zu bieten. Außerdem gibt es ein intelligentes Hotelbewertungssystem mit "ausschließlich ungetürkten" Bewertungen. Beurteilungen können Kunden nur einmal pro Hotelaufenthalt abgeben – mit einem Code.
Aber auch die großen Reisekonzerne haben viel Hirnschmalz eingesetzt, um ihren Online-Auftritt praktikabler zu machen. Markus Einfinger, bei TUI Austria für eCommerce zuständig: "Wir verändern gerade die Buchungstools bei allen unseren Markenauftritten. Suchkriterien für individuelle Urlaubswünsche wurden verfeinert, und die Buchungstools werden immer flexibler. Jetzt ist es auch kein Problem mehr, den Preis etwa für eine Familie mit vier Kindern per Mausklick ausrechnen zu lassen. Bisher sind die Online-Portale an solchen Spezialwünschen gescheitert." Bei der TUI-Marke Terra Reisen (Urlaube für Selbstfahrer, vor allem am Mittelmeer) sei dies bereits uneingeschränkt möglich, die weiteren Marken wie TUI oder Gulet Touristik sollen folgen.
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