Die Vizeweltmeisterin im Berg-Marathonlauf lässt die Truppe auf der ruhigen Wegstrecke neben der
Salzach locker entlanglaufen, tratscht mit jedem und schaut einem dabei auf die Füße - sie macht die erste grobe Analyse unserer Laufkünste. Die zierliche Vorarlbergerin ist die Trainerin der
Laufcamps, die von der Sportmarke
Asics und mehreren Wellness-Hotels ins Leben gerufen wurden. Von der Einmal-im-Jahr-Läuferin bis zum trainierten Sportler ist in unserer Sechser-Gruppe alles dabei.
Nach dem ersten Kennenlernlauf, gibt's am Abend ein Gourmet-Menü im
Hotel Gmachl in
Bergheim - fünf Kilometer von der
Salzburger City entfernt. Wer das Vitalmenü verschmäht und lieber zu Tauernhirsch oder Crème Brulée greift - was alle Teilnehmer bis auf die Trainerin machen - hat immer noch die Ausrede, sich für den nächsten Tag zu stärken.
Vier Tage lang dreht sich hier alles rund ums Laufen. Danach fühlt man sich in der Theorie schon fast wie ein Profi. Die Joggingrunden und kurzen Bergläufe zeigen dann aber, dass das Gelernte nicht sofort perfekt umgesetzt werden kann. Dazwischen gibt es immer wieder auch längere Auszeiten - Zirbensauna, Whirlpool, der imposante Schwimmteich - und das TV-Gerät - wollen im schmucken Wellness-Tempel schließlich genützt werden.
Der ehemalige Spitzensportler nimmt alle Füße ganz genau unter die Lupe. 3-D-Scans zeigen wie viel und welche Unterstützung von Laufschuhen nötig ist. Die neuen Schuhwerke von
Asics werden gezeigt, Kaufzwang besteht aber keiner. Auch Trends wie Natural Running werden im Kurs näher gebracht und kritisch diskutiert.
Launiges Training in der Gruppe
Mit zu viel Theorie wollen die Profis dann aber doch nicht ermüden. Immer wieder geht es hinaus ins Freie - in der Gruppe fallen Übungen des Lauf ABCs um einiges launiger aus als alleine.
Ein wirklich leidenschaftlicher Läufer muss nicht an einem verlorenen gegangen sein, um an dem Camp Gefallen zu finden. Professionelle aber dennoch simple Tipps zur Ernährung, Mobilisation, zu Stretchingmethoden und das Faszien-Training motivieren ungemein, auch nach den Kursen wieder etwas mehr für seinen Körper zu tun - und vor allem wieder mehr auf seinen Körper zu hören.
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