Start-up bringt Monatskarte fürs Flugzeug auf den Markt

Die App OneGo will Vielfliegern eine Flugpauschale bieten, die wie eine Öffi-Monatskarte funktionieren wird.
Eine Hand hält ein Smartphone mit der Webseite eines Energieversorgers.

Für Öffi-Viel-Fahrer ist die Monatskarte ein alter Hut, ein Start-up will sie mittels App OneGo auch in die Luft bringen - zumindest an der US-Westküste, dort soll die App diese Woche starten. 1500 Dollar, umgerechnet etwa 1330 €, muss man pro Monat bezahlen.

Ohne Einschränkungen geht's aber doch nicht: Flüge müssen mindestens eine Woche im Voraus über die App gebucht werden und Economy Class sein. Mehr als vier offene Flüge sind nicht möglich. Dafür gibt es den schnelleren Fastlane-Checkin an der Sicherheitskontrolle und kostenloses WLAN am Flughafen, falls vorhanden.

Innerhalb von zwei Monaten will man das Service in den gesamten USA anbieten, später auch andere Teile der Erde abdecken.

Geplante Premium-Optionen: Kunden sollen gegen Aufpreis mehr als vier offene Buchungen haben und Last-Minute-Flüge oder unbegrenzt Gabelflüge buchen können.

Lohnend?

Ganz neu ist die Idee allerdings nicht. In den 1980ern bot Ameriacan Airlines bereits den "AAir-pass" an. Wer 250.000 € auf den Tisch blätterte, erhielt ein Ticket für alle Strecken der Fluglinie, Business Class inklusive. Da die Gültigkeitsdauer ein Leben lang währte, war das Angebot für die Airline ein desaströses Geschäft. Dieses Risiko ist sich auch der CEO von OneGo, Paulius Grigas, bewusst; spezielle Konditionen bekommt das Start-up von Fluglinien nicht: "Wir verdienen Geld, wenn der durchschnittliche Kunde für weniger als 1500 Dollar im Monat fliegt". Fragt sich nur, warum Kunden sich dann für die Flatrate entscheiden sollten, wenn sie den bezahlten Betrag nicht "reinfliegen".

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