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Gesetze im Ausland
11/04/2014

Singapur verbietet Wasserpfeifen

Im "Gouvernantenstaat" gibt es auch keinen Kaugummi. Plus: Kuriose Verbote anderer Länder.

Der asiatische Stadtstaat Singapur verbietet Wasserpfeifentabak. Er sei schädlich und verleite junge Leute womöglich zum Zigarettenrauchen, sagte der Staatssekretär des Gesundheitsministeriums, Faishal Ibrahim, am Dienstag im Parlament.

Im arabischen Viertel regte sich der Besitzer eines Cafes auf: "Das zerstört die ganze Atmosphäre", sagte er. "Die Leute kommen zum Wasserpfeifenrauchen hierher, nicht wegen des Essens." Für junge Leute sei das Shisha-Rauchen gesellig und entspannend, meinte einer der Gäste. Das Argument, Wasserpfeifenrauchen führe zum Zigarettenrauchen, stimme nicht.

Verrückte Gesetze im Urlaub

In Deutschland ist es zwar nicht verboten nackt Auto zu fahren, tunlichst vermeiden sollte man aber textilfrei auszusteigen. 40 Euro Bußgeld kann das kosten.

Wenn Sie im Urlaub auf Nessi treffen, versuchen Sie es unversehrt zu lassen, denn die Briten haben das Ungeheuer von Loch Ness unter Naturschutz gestellt.

Wenn Sie in China jemanden vor dem Ertrinken retten, werden Sie nicht als Held gefeiert, denn: In das Schicksal anderer darf nicht eingegriffen werden.

Auch wenn es Ihnen vielleicht schwer fällt, lassen Sie Ihren Bären zuhause, wenn Sie nach Israel reisen. Dort darf man das Tier nämlich nicht mit an den Strand nehmen.

Noch schwerer wird's in Kanada: Auch wenn die Versuchung noch so groß ist, aussteigen während des Flugs ist verboten.

In Florida dürfen Mistkübel nicht sexuell belästigt werden. Noch kurioser: Nackt duschen ist verboten. Und Orangen dürfen nicht in der Badewanne verzehrt werden.

In Italien ist es Männern verboten, in der Öffentlichkeit Röcke zu tragen.

Ob man dort von diesem Herrn schon gehört hat?

Im Italienurlaub im Sommer alte Winterreifen "abzufahren" kann teuer werden. Im beliebten Nachbarland wurde ein Gesetz erlassen, das die Urlaubskasse schnell überstrapazieren könnte. 400 bis 1700 Euro sind fällig, wenn man in Italien in den Sommermonaten mit den "Winterpatscherl" erwischt wird.

Ordnung sowie Sicherheit sind auch in Triest Thema. Bürgermeister Roberto Cosolini führte eine Regelung ein, laut der Geschäfte, Cafés und andere Lokale in der Innenstadt zwischen 23 und 5 Uhr keine Getränke in Flaschen und Dosen mehr verkaufen dürfen. So soll die Innenstadt sauber gehalten werden

In Rom ist das Hinsetzen beim Essen oder Trinken an historischen Plätzen in der römischen Altstadt verboten.

In der Stadt Eboli, darf man nicht beim Schmusen im Auto erwischt werden. Sonst drohen auch hier bis zu 500 Euro Strafe.

Das Füttern von Tauben muss man sich leisten können: Auf dem Markusplatz in Venedig  drohen bis zu 450 Euro Strafe und in der toskanischen Stadt Lucca können es sogar 500 Euro werden.

Schlechte Nachrichten für Möchtegern-Bauherren: In der venezianischen Stadt Eraclea ist es untersagt, am Strand Burgen zu bauen oder Löcher in den Sand zu buddeln.

Aber auch Großbritannien steht den Italienern in Sachen verrückte Gesetze um nichts nach: Dort dürfen sich Betrunkene nicht in Pubs und Restaurants aufhalten.

Und wenn es nun doch einmal passiert, dass man im Pub betrunken wird, sollten Männer auf keinen Fall auf Flirtkurs gehen. Frauen um Sex zu fragen kann nämlich brenzliger werden als in anderen Ländern: Die Strafe beträgt bis zu 180 Euro oder drei Monate Gefängnis.

Vorsicht: Es ist auch nicht gestattet, die Briefmarke der Queen verkehrt herum auf die Postkarte zu kleben. Das gilt als Hochverrat.

Es ist zwar nicht erlaubt, im britischen Parlament zu sterben, wenn es nun aber doch passieren sollte, hat der Tote Anrecht auf ein Staatsbegräbnis.

Langos-Liebhaber aufgepasst: In Indiana ist es nach heftigem Knoblauchverzehr vier Stunden lang untersagt, Straßenbahn zu fahren oder ein Kino und Theater zu besuchen.

Ist man in Illinois bargeldlos unterwegs, kann man wegen Landstreicherei verhaftet werden.

In Texas darf man ohne Windschutzscheibe fahren, wer jedoch keine Scheibenwischer besitzt, macht sich strafbar.

Egal wie heiß die Suppe ist, schlürfen Sie ja nicht in der Öffentlichkeit, wenn Sie sich in New Jersey befinden. Andernfalls können Sie verhaftet werden.

Im Hotel Pornos zu sehen, ist in Israel strafbar. Wer dabei erwischt wird, kann bis zu drei Jahre hinter Schwedischen Gardinen landen.

Fährt man in Moskau ein schmutziges Auto, kann es bis zu 200 Euro Bußgeld kosten.

Ab Monatsende würden Einfuhr und Verkauf illegal, teilte der Staatssekretär mit. Allerdings dürfen Firmen, die schon Shisha-Tabak importieren, und Cafes ihre Bestände noch bis Mitte 2016 veräußern. Das gebe ihnen genug Zeit, um neue Geschäftsideen zu entwickeln.

Singapur gilt als "Gouvernantenstaat", der seine Einwohner gerne bevormundet. Kaugummi wird dort etwa auch nicht verkauft, weil die ausgespuckten Reste den Boden verunstalten. Wer Kaugummi ausspuckt, muss mit Hunderten Euro Strafe rechnen. Vor der Einführung automatisch spülender Klos war es auch bei Strafe verboten, bei öffentlichen WCs nicht die Spülung zu betätigen.

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